Bei dem Eingang zu einem Hof, auf dem sich gerade ein „chicken“ im Hintergrund tummelt, trifft Hannay auf einen „older man“ und behauptet, ein „Chauffeur auf der Suche nach einem Job“ zu sein, und erkundigt sich nach „herrschaftlichen Häusern“ in der Nähe. Der „older man“ erwähnt einen „Sir Andrews“, der aber schon „seit 40 Jahren denselben Chauffeur“ habe [Kommentar von RICHARD HANNAY: „So lange gibt’s schon Autos. Das wusst‘ ich gar nicht“].
„And what’s that?“...Hannay zeigt dann auf ein Gebäude, das gleichsam „allein in der Einöde und vor einem `higher mountain` steht“, woraufhin er erfährt, dass dies das Haus des Pfarrers sei. Als Hannay sich nach „Neuzuzügen“ in dieser Gegend erkundigt, spricht der „older man“ von „irgend so einem komischen Engländer“, der „Professor“ sein und „at Alt-na-Schellach on the other side of the loch“ wohnen soll.
Hannay präsentiert ihm daraufhin die Karte, die Annabella Smith, „before she died“, in ihren Händen hielt, „the one with the painted circle around `Alt-na-Schellach`“, und erhält die Bestätigung von dem „older man“, dass das genau der Ort ist, von dem er soeben gesprochen hat.
Da Hannay aber, wie der Schotte meint, „today“, angesichts einer Distanz von 14 Meilen, nicht mehr dorthin gelangen könne, erkauft sich der angebliche „Möchtegern-Chauffeur“... „Could you put me up for the night somehow?“ ...eine Übernachtung auf dem kleinen Hof für „`Two Shilling` und `Six Pence`“ [Anmerkung: Agenten: Teil 13: „`Weekend auf dem Lande` – Ein echter Mit Schirm, Charme und Melone-Klassiker: `Steed Trumps An Ace, Emma Plays A Lone Hand`“: „EMMA PEEL“ DIANA RIGG: „Er hat meinen Artikel gelesen“ / „JOHN STEED“ PATRICK MACNEE: „Ich auch. Aber was Sie da von sich gegeben haben, war mir zu hoch, ich fand es verwirrend“ / EMMA PEEL: „Er hat mir einen bezaubernden Brief geschrieben. Ich soll mit ihm das Wochenende verbringen“ / JOHN STEED: „Oh“ / EMMA PEEL: „Sir Cavalier ist 75“ / JOHN STEED: „Aber immerhin. Sie wissen, welch verjüngende Wirkung Sie haben. [...]“ (aus der Episode „Weekend auf dem Lande“; Rigg teilt einem am Knöchel verletzten und sich in seiner Wohnung auf der Couch befindlichen Macnee zu Beginn der Folge mit, dass sie, aufgrund einer Einladung, das Wochenende im Landhaus eines berühmten Bridge-Spielers verbringen wird, der, so scheint es, von ihrem in einer Bridgezeitschrift erschienenen Artikel „Better Bridge With Applied Mathematics“ äußerst angetan war) – im Grunde ist eine ganz ähnliche Geschichte, wie sie in dem „Avengers“-Klassiker „The Joker“ (OT; Regie: Sidney Hayers / Drehbuch: Brian Clemens) erzählt wird, der in Großbritannien 1967 als Teil der Emma-Peel-Farbstaffel über die Bildschirme flimmerte, bereits in zwei zuvor entstandenen schwarzweißen Episoden der Serie erzählt worden; in „Kein Blick zurück“ / OT: „Don’t Look Behind“ aus dem Jahr 1963 will „Mrs. Gale“ Honor Blackman ein entspanntes Wochenende auf dem Land verbringen, da sie ein gewisser Sir Cavalier Resagne, eine Koryphäe auf dem Gebiet mittelalterlicher Kostüme, in sein Landhaus eingeladen hat; allerdings werden sie und Steed, der sie in seinem Oldtimer dorthin gebracht hat, nicht vom Hausherrn, der abwesend ist, empfangen, sondern von einer seltsamen & „überspannten“ „young woman“ namens Ola; bald ist klar, dass an dieser Einladung irgendetwas faul ist...; in der Episode „Das Häuschen im Grünen“ / OT: „The House That Jack Built“ erfährt Emma Peel zunächst, dass sie nun Besitzerin eines Landhauses ist, das ihr ein verstorbener Onkel namens Jack, der ihr allerdings völlig unbekannt ist, vermacht hat; doch dieses Haus hält für „Mrs. Peel“ einige unangenehme Überraschungen parat und gerät beinahe zur tödlichen Falle...; nun, „The Joker“ hat etwas von einem „Psycho-Trip“ oder „Psycho-Thriller“ an sich und ist sogar leicht „opressive“ geraten; allerdings erfährt man etwas aus „Mrs. Peel’s“ Vergangenheit und sieht sie das erste und einzige Mal innerhalb ihrer Mit Schirm, Charme und Melone-„Dienstzeit“ in einem „black lace bra“, in einem schwarzen Spitzen-BH; „Steed...“ (erleichterte „Ich freue mich, Sie zu sehen“-Reaktion von Rigg innerhalb dieser „Emma-Peel-dominierten-Folge“, als sie Macnee am Ende wieder auf dem Landsitz an ihrer Seite hat) – zu den Ausgangspunkten der Story: Zu Beginn, nachdem jemand ein Bild von Emma Peel, das neben ihrem „Bridge- & Mathematik-Artikel“ platziert war, mit einer Schere bei einem Tisch zerschnitten hat, fällt Steed in seiner Wohnung, als Mrs. Peel bei ihm anläutet, die Treppe hinunter und verletzt sich den Knöchel, wobei sich dieser „Unfall“ im Verlauf der Geschichte als vom „main antagonist“ vorsätzlich herbeigeführt herausstellt; Mrs. Peel wollte Steed eigentlich fragen, ob er nach Exmoor mitkommt, da sie von einem der besten Bridgespieler Europas eingeladen wurde, in seinem Haus ein „Wochenende auf dem Lande“ zu verbringen; letztendlich macht sich Peel alleine auf den Weg zu dem Landhaus (JOHN STEED: „Schön brav sein“ / EMMA PEEL: „Sie aber auch“), wobei kurz nach ihrer Abreise Steed einen weiteren Besuch erhält, nämlich von Major George Fancy (John Stone), der ihm mitteilt, dass ein gewisser Max Prendergast geflohen sei, der „ein alter Bekannter“ von Steed & Peel „aus Wien“ (eine Erfindung der deutschen Synchro, denn im englischen Original ist von Berlin die Rede) ist (MAJOR GEORGE FANCY: „Die Wiener Behörden hatten uns nicht verständigt. Erst als sie glaubten, er wäre hierher geflohen. [...]“); der Major meint, man müsse unbedingt auch Mrs. Peel warnen, da diese seinerzeit unmittelbar mit dem Fall beauftragt war, aber Steed will ihr zunächst den „Kurzurlaub“ nicht verderben (JOHN STEED zu MAJOR GEORGE FANCY: „[...] Verderben wir ihr das Wochenende nicht“); bei dem Haus von Sir Cavalier Rusticane angekommen (EMMA PEEL zu OLA: „Good afternoon. I’m Emma Peel“), muss Mrs. Peel, deren Ankommen allerdings aus der Entfernung „by a stranger“ auf dem Grundstück beobachtet wird, feststellen, dass der Bridge-Virtuose gar nicht anwesend ist, denn sie wird zunächst lediglich von einer merkwürdigen und „verrückt“ wirkenden „young woman“ namens Ola Monsey-Chamberlain (Sally Nesbitt) empfangen; sehr bald wird deutlich, dass diese Einladung, Sir Rusticane weilt nämlich, wie Steed & der Major schließlich herausfinden, in Wahrheit in Europa, einen ganz anderen Hintergrund hat...; „Weekend auf dem Lande“ punktet sofort mit der erwähnten Psycho-Thriller-Atmosphäre, denn nicht nur das „voyeuristische Auge in Großaufnahme“, das im weiteren Verlauf mehrmals auf Mrs. Peel starrt (u. a. in der besagten „Peel trägt in ihrem `bedroom` beim Umziehen einen schwarzen-Spitzen-BH“-Szene), erinnert einen an „Norman Bates“ Anthony Perkins in Hitchcock’s Psycho (1960), als dieser heimlich Janet Leigh in ihrem Hotelzimmer beim Umziehen durch ein Loch in der Wand beobachtet, sondern auch die von Sally Nesbitt wirklich „creepy“ verkörperte „Ola“, die so eine Art „Mia-Farrow-Polanski’s Rosemarys Baby-Gedächtnisfrisur“ hat, wirkt wie direkt aus der „Psychothriller- & Horror-Sphäre“ entsprungen; diese „Prendergast“-Verbündete „Ola“ scheint nicht nur „obsessed with her own teeth“ zu sein (OLA: „Sie sind nicht zufällig Zahnärztin, nein?“ / EMMA PEEL: „Nein, bin ich nicht“) und darum bemüht, mit ihren Aussagen eine „Atmosphäre der Angst“ zu erzeugen (OLA: „Haben Sie Angst vor der Dunkelheit?“ / EMMA PEEL: „Nein, eigentlich nicht“ / OLA: „Ich habe eine Vorliebe für die Dunkelheit. Für die Eulenstunde. Wenn es überall raunt und wispert. Wenn es herumschleicht und zirpt und kichert. Wenn die Luft erfüllt ist mit Gruseldingen, mit Übernatürlichem, mit spukhaften Dingen“), sondern sie behauptet im Verlauf der Episode auch, dass sie eine „actress“ wäre (OLA: „Ich bin Schauspielerin“ / EMMA PEEL: „Oh, darauf wär‘ ich nie gekommen“ / OLA: „Ich hab‘ erst vor Kurzem meine Prüfung abgelegt [...]“); nachdem Rigg dann im Haus allein ist, da ihr Nesbitt sozusagen unter einem Vorwand ihr Auto entlockt und sie auf diese Weise in dem Haus, das zunehmend auch von Nebel umhüllt wird, isoliert hat, taucht dann ein zweiter exzentrischer Character beim Landsitz auf, nämlich „ein merkwürdiger junger Mann, der behauptet, nach Land zu suchen, auf dem er dann Wolkenkratzer errichten könne“; dieser „strange & eccentric young man“ wird von Ronald Lacey gespielt, welcher in den 80er-Jahren dann mit seiner Nazi-Rolle des „Major Arnold Toht“ („you know“: das ist derjenige, in dessen Handfläche sich der Abdruck des Amuletts eingebrannt hat) in Steven Spielberg’s & George Lucas‘ erstem Indiana-Jones-Epos Jäger des verlorenen Schatzes (1981) überaus bekannt wurde; „I think it’s late, I’m tired and I want to go to bed“ (Diana Rigg im Original zu Ronald Lacey, der sie langsam mit seinem Verhalten „inside the house“ zu nerven beginnt) – letztendlich muss Diana Rigg bei Lacey, der aber gleichsam für „Mrs. Peel“ „herausfindet“, dass auch das Telefonkabel im Haus durchschnitten ist, ihre Selbstverteidigungskünste auspacken, um ihn loszuwerden, und zwar, als er sie mit einer Stichwaffe bedroht (zugehöriger Rigg-Lacey-Dialog: STRANGE YOUNG MAN: „Wie denken Sie darüber?“ / EMMA PEEL: „Ich denke, es ist spät, ich bin müde und ich möchte gerne ins Bett gehen“ / STRANGE YOUNG MAN: „Ein Vorschlag. Was halten Sie davon, wenn ich Sie zu Bett bringe?“ / EMMA PEEL: „Ein anderer Vorschlag. Was halten Sie davon, wenn ich Ihnen den Arm breche? [dreht ihm das Handgelenk jener Hand um, in der er die Stichwaffe hält, und bewegt sich dann mit ihm in Richtung Ausgang] Raus mit Ihnen! [...] Ich habe genug von Ihnen gehört!“); die tolle „Inneneinrichtung“ des Landsitzes trägt natürlich entscheidend zur gruseligen Atmosphäre bei, und besonders erwähnenswert ist hier die riesige Tür mit dem Aussehen einer Bridge-Karte, die von Diana Rigg regelmäßig bei ihren Streifzügen von ihrem Schlafzimmer hinunter zum „Dinner Room“ passiert wird, welcher ebenfalls mit überdimensionalen Bridge-Karten ausgestattet ist, denn auf der einen Seite der Tür befindet sich das Bild des „Joker“ von der besagten Karte und auf der anderen Seite befindet sich eine Karte mit einem Totenkopf innerhalb des Pik-Symbols, der allerdings rötliches, langes Haar „trägt“, was bekanntlich der rötlich-braunen Haarfarbe von „Mrs. Peel“ entspricht; originell ist auch, dass sich in Diana Rigg’s Zimmer eine Truhe voll mit Schallplatten befindet, allerdings handelt es sich dabei ausschließlich um Exemplare von ein und derselben Schallplatte, nämlich von „Mein Liebling Mein Rose“ von einem gewissen „Carl Schmidt“ und veröffentlicht bei „Deutsche Phon“; eines der Highlights von „The Joker“ ist dann, als dieser reichlich „abgefahren & schräg“ klingende deutsche „Love-Song“ dann in „Mrs. Peel’s Bedroom“, welcher mittlerweile heimlich mit zahlreichen Rosen ausgestattet wurde, zu hören ist und Rigg die Schallplatte dann vom Plattenteller nimmt und zerstört, was mit einem für eine Figur wie „Emma Peel“ etwas untypischen „Anflug von Zorn gemischt mit Panik“ verbunden ist, wobei auch „Mrs. Gale“ Honor Blackman in „Kein Blick zurück“ sozusagen „mehr Gefühle als sonst in der Serie üblich“ zeigen durfte; „Then show yourself! Where are you?“ (Rigg gegen Ende, als sie gleichsam von der Stimme des immer noch unsichtbaren Bösewichts terrorisiert wird) – überhaupt wird, wenn man so will, der Level & die Dynamik des Terrors in diesem Landhaus bis zum Finale stetig erhöht, und zu den denkwürdigen Momenten zählen einerseits jener, in dem Diana Rigg mit ihrer Pistole etwas ratlos in jenem Schaukelstuhl sitzt, welcher mehrmals im Verlauf der Folge „ganz der Dramaturgie eines Horrorfilms entsprechend“ eingesetzt wurde, und andererseits „the moment“, in dem „Mrs. Peel“ sich einem Spiegel gegenübersieht, auf dem mit roter Farbe (Lippenstift?) eine Rose sowie ein durch einen Pfeil durchbohrtes Herz aufgemalt ist; auch die Szene, in der Rigg dem als „Landesverräter“ geltenden „Max Prendergast“ (Peter Jeffrey) endlich „in the flesh“ begegnet, nämlich im „Dinner Room“, scheint gelungen, da klar wird, dass „Emma“ einst von Steed in Wien auf ihn in angesetzt war, um ihn an der Ausreise nach Rio zu hindern, wobei „Prendergast“ offenbar „true emotions“ innerhalb dieser „auswärtigen Affäre“ für „Emma“ entwickelt hat, was eben der Grund für die ganze Aktion in dem Landhaus und für die „versuchte `Revenge`“ des „traitor“ ist (Esszimmer-Dialog zw. Diana Rigg & Peter Jeffrey, als „Mrs. Peel“ merkt, wie wem sie es zu tun hat: MAX PRENDERGAST: „Wenn Sie wüssten, wie ich mich freue, Sie wiederzusehen. Diese Augen, dieses Gesicht. Schön und ebenmäßig geschnitten. Man könnte es fast klassisch nennen. Sie ahnen ja nicht, wie oft ich an Sie gedacht habe, und, ohne mir etwas einzubilden, ich nehme doch an, dass auch Sie ab und zu an mich gedacht haben. [...] Ja, ich habe Sie nicht vergessen, ich habe oft an Sie gedacht. An Sie und Wien. Das ist noch nicht lange her, nicht wahr? Ich glaube, dass Wien in vielen Beziehungen eine der aufregendsten Städte Europas war. Bestimmt aber eine gefährliche“ / EMMA PEEL: „Prendergast. [...] Max Prendergast“); etwas „mau“ hingegen ist dann allerdings die Art, wie „Prendergast“ von Patrick Macnee, der sich schließlich trotz Fußverletzung mit seinem „Oldtimer“ in der Nacht durch den Nebel zu „Mrs. Peel“ und zu dem „house on the other side of Exmoor“ durchgekämpft hat, erledigt wird; allerdings erhält man als Zuschauer für dieses „müde K. o mittels riesiger Bridge-Karte“ dann durch den abschließenden Moment, als „Steed & Peel“ Hand in Hand dieses „creepy country house“ wieder verlassen, eine Entschädigung].
[To be continued...]
(ENDE von TEIL 1.4.1; Fassung vom 03.04.2025)