DIE 39 STUFEN (1935)
(OT: The 39 Steps)
„Übrigens. Haben Sie zurzeit viel zu tun?“
„Das kann man nicht sagen. Ich hab‘ einen Artikel für ein wissenschaftliches Wochenblatt geschrieben. Aber der ist fertig. Warum?“
(„By the way, are you busy just now?“ – Dialog vor „Antritt eines neuen Auftrages“ zwischen „Agent John Steed“ Patrick Macnee und „Agentin Emma Peel“ Diana Rigg ganz am Anfang ihrer Zusammenarbeit in der britischen 60s-Kultserie Mit Schirm, Charme und Melone / OT: „The Avengers“, in der das Duo mit „kühler Lässigkeit“ & „humorvollem Charme“ die kompliziertesten und oftmals skurrilsten Kriminalfälle aufklärte; // nun, Alfred Hitchcock’s „Spy-Chase-Thriller“ Die 39 Stufen von 1935 bietet zwar kein „schlagkräftiges Agentenduo“ wie Rigg & Macnee auf, das gleichsam „rund 30 Jahre später“ für „TV-Entertainment“ sorgte, gehört aber zweifellos mit „zu den frühen Highlights“ des Agentenfilm-Genres)
„[...] Eine hübsche, geheimnisvolle Frau wird von zwei Killern verfolgt. Hört sich wie `ne Spionagegeschichte an“
„Genau das ist es auch. Nur gefällt mir persönlich das Wort Agent viel besser“
(aus: Die 39 Stufen; Dialog zwischen einem noch etwas „ungläubigen“ „Richard Hannay“ Robert Donat & „Annabella Smith“ Lucie Mannheim, die gerade angedeutet hat, „eine Agentin“ zu sein, in der Londoner Wohnung von „Hannay“)
„[...] Das Drehbuch war nach einem Roman von John Buchan, einem Schriftsteller, den Sie, glaube ich, sehr bewundern“
„Allerdings, ich kann sagen, dass Buchan mich sehr beeinflusst hat, lange bevor ich `The Thirty-nine Steps` gemacht habe. [...] Was mir an Buchan so gefällt, ist etwas absolut Britisches, was wir Understatement nennen“
„Im Französischen gibt es gar kein Wort dafür“
„Es bedeutet Unter-Bewertung, Unter-Einschätzung. [...] Understatement bedeutet, dramatische Ereignisse in einem leichten Ton zu präsentieren“
(Dialog zum Thema „Understatement“ zwischen Alfred Hitchcock & François Truffaut aus „Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?“ im Zusammenhang mit dem schottischen Autor John Buchan [1875 – 1940], der 1915 die literarische Vorlage zu dem Hitchcock-Film von `35 verfasste, wobei Hitchcock auch ein deklarierter Bewunderer von Buchan’s Roman „Greenmantle“ [dt. Titel: „Grünmantel“] war, der offenbar von der Figur des Lawrence von Arabien inspiriert wurde, welcher ja bekanntlich dann durch den Regisseur David Lean 1962 in dem Wüstenepos „Lawrence of Arabia“ [OT] zu „reichlich epischen Filmehren“ gekommen ist)
„[...] Tag für Tag vertraut dieser Mann seinem Gehirn 50 neue Fakten an und behält jede einzelne. Fakten aus Geschichte und Geografie. Tatsachen aus Zeitungen und wissenschaftlichen Büchern. Millionen und Abermillionen. Kein Wunder, dass er bei dieser sagenhaften Leistung vor Anstrengung ins Schwitzen gerät. [...] Eines will ich Ihnen noch verraten, meine Damen und Herren, bevor ich gehe. Mr. Memory hat sein Gehirn bereits zu Lebzeiten dem Britischen Museum vermacht“
(aus: Die 39 Stufen; Auszug aus den Worten, mit denen der „Master of Ceremonies“ Pat Hagate, dessen Auftritt „uncredited“ bleibt, den „Mann mit dem phänomenalen Gedächtnis“ „Mister Memory“ [gespielt von Wylie Watson] dem Publikum in einer Londoner „Music Hall“ vorstellt; unter den Gästen befindet sich auch „Richard Hannay“ Robert Donat)
„Nehmen Sie mich bitte mit zu Ihnen“
„War das ein Antrag?“
„Nun, wenn Sie so wollen“
„Gut, es ist Ihre Beerdigung, Miss“
&
„[...] Was glauben Sie, womit ich mir mein Geld verdiene?“
„Schauspielerin?“
„Nicht ganz so, wie Sie’s meinen“
„Chormädchen?“
„Seh‘ ich so aus?“
„Ich rat’s nicht“
„Ich bin freischaffend“
„Auf Abenteuer aus“
„Ganz recht“
(aus: Die 39 Stufen; ZITATE 1: Dialog zwischen „Annabella Smith“ Lucy Mannheim & „Richard Hannay“ Robert Donat, bevor die beiden, nach der Vorstellung in der besagten Londoner „Music Hall“, in einen Bus steigen und zu „Hannay’s Apartment“ fahren; // ZITATE 2: Ein weiterer Dialog zwischen „Annabella Smith“ & „Richard Hannay“, der aber bereits in der Wohnung von „Hannay“ stattfindet; der Dialog ist quasi das „foreplay“ zu der „Ich bin eine Agentin“-Beichte von Mannheim, aus der weiter oben zitiert wurde)
„Das ist der Mann, den Sie suchen“ (Madeleine Carroll in Die 39 Stufen zu einem Polizisten in Zivil, der auf der Suche nach „Richard Hannay“ ist) – bereits für seinen unmittelbar davor entstandenen Thriller „The Man Who Knew Too Much“ (OT; 1934), also: für das in Großbritannien gedrehte Vorbild zu dem späteren US-Klassiker aus dem Jahr 1956 mit James Stewart & Doris Day, hatte sich „Suspense-Meister“ Alfred Hitchcock, nach eigener Aussage, von dem Schotten John Buchan inspirieren lassen (HITCHCOCK zu TRUFFAUT: „Auch `The Man Who Knew Too Much` verdankt ihm einiges“), aber mit der Verfilmung von Die 39 Stufen lieferte Hitchcock, „years before his departure for Hollywood“, definitiv sein erstes genuines Meisterwerk ab, das zu einem Meilenstein seiner Regie-Karriere wurde, da der Film auch als jener gelten muss, in dem „Hitch“ sozusagen nach Jahren, in denen er nach „Style & Vision“ gesucht hat, diesbezüglich „fündig geworden“ ist.
Die 39 Stufen, der im Grunde die bewährte „An innocent man becomes the main suspect in a murder case and is on the run from the police“-Struktur der Hitchcock’schen Verfolgungsthriller aufweist, kann, wenn man so will, als eine Art „Genre-Überlebender“ bezeichnet werden, weil er, und das ist eben das Erstaunliche bei einem Film, der dermaßen „old“ scheint, „Time & Fashion“, Zeit und Mode, irgendwie „überdauert“ hat und im Spiegel diverser anderer Agentengeschichten sogar immer besser geworden ist, denn das Werk, welches das Publikum, zumindest viele Jahrzehnte lang, „atemlos & amüsiert“ zurückgelassen hat, setzt sich, jenseits allen Humors, auch mit dem, wie’s Hitchcock-Biograf Donald Spoto einmal so ähnlich ausgedrückt hat, „emotionalen Investment“ des „Spy Game“ auseinander, mit den „human stakes“.
Der Inhalt von Die 39 Stufen:
[Agenten – Teil 1: „EMMA PEEL“ DIANA RIGG (in Leder gekleidet, mit Degen in der Hand & mit Fechthelm auf dem Kopf): „Ein privater Besuch?“ / „JOHN STEED“ PATRICK MACNEE: „Genau, ich kam zufällig vorbei und dachte, ich schau mal rein“ / EMMA PEEL (nimmt den Fechthelm ab, Steed seine Melone): „Der Kaffee steht auf dem Tisch“ / JOHN STEED (holt sich Kaffee, Peel nimmt eine „Fecht-Position“ ein): „Ihr Handgelenkt ist nicht beweglich genug, Verehrte. ...Das Gewicht auf dem falschen Fuß (sie richtet den Degen gegen ihn). Es war nur ein freundschaftlicher Rat. Die Hausfrau hat wohl die Kaffee-Sahne vergessen...“ / EMMA PEEL: „Das hat die Hausfrau nicht. Die Sahne steht in der Küche“ / JOHN STEED: „Na dann. (wird von Peel mit dem Degen bedroht, was ihn am Eintritt in die besagte Küche hindert) Dann werd‘ ich ihn lieber schwarz trinken (auch Steed nimmt einen Degen, beide setzen sich Helme auf und fangen zu fechten an, woraufhin Patrick Macnee Diana Rigg die ganz oben zitierte „Übrigens. Haben Sie...“-Frage stellt) – tja, „the cream is in the kitchen“: Der Dialog stammt aus der legendären Mit Schirm, Charme und Melone-Folge „Stadt ohne Rückkehr“ / OT: „The Town of No Return“ aus dem Jahr 1965, die die erste und noch in Schwarzweiß gedrehte Folge darstellt, in der Macnee & Rigg als Agentenduo zu sehen sind, zuvor hatte Macnee zwei Staffeln lang mit Honor Blackman ermittelt, die es dann bekanntlich in Richtung große Leinwand zog, nämlich zu dem James-Bond-Klassiker Goldfinger (1964), in dem sie an der Seite des „original 007“ Sean Connery agierte; die „Fecht-Szene“ dient gleichsam als „Emma Peel“-„Introduction“-Szene und gibt einen „Vorgeschmack“ auf „Peel’s“ Kampfkünste; die gesamte „scene“ ist tatsächlich ein echter „Volltreffer“ und auch der dieser Fecht-Szene vorausgehende Moment, in dem „John Steed“ vor „Mrs. Peel‘s“ Tür auftaucht und mit seinem berühmten „`umbrella`, in dem sich auch eine Art Degenspitze versteckt“ die Türglocke läutet, was zu dem Öffnen eines überdimensionalen „Türspions“ (ein riesiges „Auge samt Wimpern“) führt, ist schlichtweg ein Highlight; „Sie kennen mich am besten, Mrs. Peel. [...] Ich bin von Natur misstrauisch“ (Macnee zu Rigg in „Stadt ohne Rückkehr“) – in der von Brian Clemens geschriebenen und von Roy Baker inszenierten Episode machen sich Steed & Peel in der Folge auf den Weg nach Little Bazeley, einem kleinen Küstenort, in dem bereits vier Agenten spurlos verschwunden sind; die Bewohner des Ortes geben sich gegenüber den beiden Neuankömmlingen auffällig abweisend und es sieht so aus, als hätten sie etwas zu verbergen...] – „The 39 Steps“ beginnt damit, dass sich der „London-Besucher“ Richard Hannay eine Eintrittskarte für eine „MUSIC HALL“ kauft [RICHARD HANNAY – am Schalter: „Eine Karte bitte“].
Nachdem er im Saal, der fast bis zum letzten Platz gefüllt scheint, einen Platz gefunden hat, fängt ein Dirigent an, vor dem Bühnenvorhang sein kleines Orchester, das „funny and lighthearted music“ spielt, zu „orchestrieren“. „Very soon“ öffnet sich dann der „curtain“ und ein „MC“, ein Anzug-tragender „Master of Ceremonies“, erscheint zusammen mit einem weiteren „einen Anzug tragenden Mann“, den es offenbar vorzustellen gilt und der dem Publikum dann von dem „Conférencier“ als „one of the most remarkable men in the world“ präsentiert wird.
Das Publikum jedoch... „But suddenly the audience is so cruel“ ...reagiert mit „Sarkasmus“ auf „Mr. Memory“ [aus den „Publikumsreaktionen“: MÄNNLICHE STIMME AUS DEM PUBLIKUM 1 – sarkastisch: „Sehr bemerkenswert“ / MÄNNLICHE STIMME AUS DEM PUBLIKUM 2: „Er schwitzt“; // Anmerkung: Alfred Hitchcock hat gegenüber François Truffaut, der die Figur des „Mr. Memory“ genauso interessant fand wie der „Meister der Suspense“ selbst, klargestellt, nach wessen Vorbild dieser Character modelliert worden ist: „[...] Eine andere interessante Figur war der Mister Memory. Die Idee war mir bei einem Artisten gekommen, den ich in einem Varieté gesehen habe. Er nannte sich Datas – wegen der Daten. Die Leute im Saal fragten ihn nach bestimmten Ereignissen, und er gab die genauen Daten an. `Wann ist die Titanic gesunken?` [...]“ (HITCHCOCK zu TRUFFAUT)].
„Ladies first“...nachdem die Bitte an „the audience“ ergangen ist, Fragen an „Memory“ zu stellen, kommen eine Reihe von „Scherzfragen“ [FRAU IM PUBLIKUM: „Wo ist mein Alter seit letztem Sonntag abgeblieben?“ / REAKTIONEN DIVERSER PERSONEN IM PUBLIKUM AUF DIESE FRAGE: „Er ist besoffen...Im Knast, Schätzchen...Mit `ner Freundin durchgebrannt“], was den „Gedächtnis-Künstler“ dazu bringt, „seriöse Fragen“ einzufordern.
Dies führt nicht nur zur Lösung diverser harmloser Aufgaben wie beispielsweise der Beantwortung der „question“ nach dem Namen eines Box-Schwergewichtsweltmeisters in einem bestimmten Jahr, sondern auch zu einigen scheinbar „beeindruckenden Demonstrationen von Memory’s Können“ [Anmerkung: Hitchcock zu seinem Kollegen Truffaut über die Fragen, die einst an das reale Vorbild der Mr.-Memory-Figur gestellt wurden: „[...] Es gab auch sehr knifflige Fragen. Fragen, bei denen gemogelt wurde, die ein Eingeweihter stellte. Eine Frage war: `When did Good Friday fall on a Tuesday?` (Wann fiel Karfreitag auf einen – bzw. an einem – Dienstag?) Und die Antwort lautete: `Karfreitag war ein Pferd, das in Wolverhampton lief, und es fiel zum ersten Mal bei einem Hindernis am Dienstag, den 22. Juli 1864“ (HITCHCOCK zu TRUFFAUT)].
Außerdem teilt er dem „Canadian on Holiday in London“ Richard Hannay, der sich irgendwann ebenfalls einbringt, gemäß Hannay’s „Anfrage“ mit, dass die Distanz zwischen den kanadischen Städten Winnipeg & Montreal exakt „1424 Meilen“ beträgt [MR. MEMORY: „Stimmt es, Sir?“ / RICHARD HANNAY – beginnt schließlich zu klatschen: „Ganz genau“].
Allerdings kommen wiederum auch einige „stupid questions“ aus dem Publikum, so zum Beispiel jene nach dem Alter von Filmstar Mae West, die gleich mehrmals „in den Raum gerufen“ wird [ANTWORT VON MR. MEMORY: „Auch wenn man’s weiß, verrät man nie, wie alt `ne Dame ist“; // Anm.: Mae West zählte damals zu den bestbezahltesten Kinostars und galt in gewisser Weise in ihren Rollen als die Leinwand-„Femme Fatale“ schlechthin; wie bereits in meinen diversen Arbeiten über Hitchcock erwähnt, war West auch diejenige, die in den 30er-Jahren die Karriere des späteren „4-fachen-Hitchcockfilm-Stars“ Cary Grant ins Rollen gebracht hatte].
„Next question please“. Dann bewegt sich ein Wachmann auf ein paar „idiots“ zu, die an der Bar ständig für Unruhe sorgen, was zur Folge hat, dass zunächst ein Gerangel, schließlich eine Rauferei, entsteht. Der herbeigeeilte „MC“ und „Mr. Memory“ versuchen, die „crowd“, die sich größtenteils von ihren Sitzen erhoben hat, vergeblich von der Bühne aus zu beruhigen.
Dann jedoch...fällt ein Schuss aus einer Pistole [Hitchcock präsentiert dem Zuseher in einer Großaufnahme lediglich eine „mit einem Handschuh bedeckte Hand“, die die Schusswaffe abfeuert (Anm.)].
Die Menge gerät in Panik, und als noch ein zweiter Schuss fällt, treten die Besucher die Flucht in Richtung Ausgang an, während „Mr. Memory“ den Kapellmeister dazu anhält, „etwas Lautes“ zu spielen, „to stop the panic“.
Mitten in dieser hinausflüchtenden Menge trifft Hannay auf eine Frau, mit der er schließlich gemeinsam die „Music Hall“ verlässt [RICHARD HANNAY zu der FRAU, „outside the Music Hall“: „So, das hätten wir geschafft“].
„May I come home with you?“ – die „woman“ fragt Hannay dann danach, ob sie „mit zu ihm kommen könne“ [siehe auch den weiter oben zitierten Dialog (Anm.)], woraufhin dieser scherzhaft meint, dass es ja schließlich „ihr Begräbnis sei, auf das sie da gehe“.
Anschließend steigen die beiden in einen Bus, der offenbar, unter anderem, auch in die „Bond Street“ fährt [Anmerkung: Exkurs: Agenten: Teil 2: „Steed Drives a Train, Emma is Tied to the Tracks“: „JOHN STEED“ PATRICK MACNEE (wirft zusammen mit Mrs. Peel einen Blick auf eine Art Termin-Buch innerhalb des Bestattungsinstitutes „Miller & Son“, in das sie sozusagen zwecks Nachforschungen eingebrochen sind): „Mrs. Peel, haben Sie schon von einem Bestatter gehört, der Beisetzungen Monate im Voraus bucht?“ / „EMMA PEEL“ DIANA RIGG: „Sehen Sie mal. Diese findet in sechs Wochen statt. Und diese dort in einem Monat“ / „JOHN STEED“ PATRICK MACNEE: „Und beide an einem Donnerstag und beide aus diesem Städtchen [...]“ (Dialog aus der Mit Schirm, Charme und Melone-Folge „Die Totengräber“ aus dem Jahr 1965) – jahrelang habe ich die „Avengers“-Episode „The Gravediggers“ (Buch: Malcom Hulke / Regie: Quentin Lawrence) irgendwie als vergleichsweise „boring“ empfunden, aber unlängst habe ich sie sozusagen „wiederentdeckt“, und das nicht nur deshalb, weil Diana Rigg darin gleichsam „undercover“ agiert und eine „reichlich coole `nurse`“ abgibt (Macnee zu Rigg, die einen Job im äußerst verdächtigen „Sir Horace Winslip Spital für invalide Eisenbahner“ antreten soll: „[...] Mit Ihrem einnehmenden Wesen wird man Sie mit Kusshand als Krankenschwester beschäftigen. Man muss natürlich seine Verbindungen spielen lassen. Wir werden am besten das Ministerium einschalten“); zur Story: Die Landesverteidigung scheint in Gefahr, da ein Raketenabwehrsystem durch mysteriöse Störsignale lahmgelegt wird; das Störsignal scheint ausgerechnet von jenem Friedhof zu kommen, auf dem der „unlängst verstorbene“ Erfinder eines Radarstörsystems, ein gewisser Dr. Marlow (Lloyd Lamble), beerdigt wurde; Steed & Peel gehen der Sache nach und es stellt sich bald heraus, dass Marlow noch lebt und offenbar in einem Krankenhaus arbeitet, das von einem Bestattungsinstitut eine verdächtig hohe Anzahl von Särgen geliefert bekommt...; „Die Totengräber“ bietet nicht nur reichlich originelle „Operationsszenen“, sondern auch ein meines Erachtens fantastisches Finale, in dem „Mrs. Peel“, befreit von der Krankenschwestern-Kluft und wiederum „fully clad in leather“, auf Eisenbahnschienen gefesselt ist und von Steed gerettet wird, der noch rechtzeitig auf die private „Miniatur-Eisenbahn, die genügend Platz für Lokführer & Passagiere bietet“ des exzentrischen Millionärs Sir Horace Winslip (Ronald Fraser) aufspringen kann, die sich auf dessen Grundstück (inkl. Mini-Bahnhofstationen etc.) befindet, wobei bereits jener Moment, in dem Macnee samt Schirm & Melone durch ein Waldstück hindurch in Richtung der besagten Eisenbahn läuft, um Rigg zu retten, ungeheuer dynamisch daherkommt; bemerkenswert ist auch, dass die Kampf-Szenen, Macnee liefert sich nämlich während dieser „wilden Zug-Fahrt“ recht ausgedehnte Fights (u. a. mit dem späteren James-Bond- & Rambo-Bösewicht Steven Berkoff), von suggestiver Klaviermusik begleitet werden, die dieser „Train-Sequence“ auf eigentümliche Art & Weise eine fast „künstlerische Note“ verleiht; „At least you would have captured to the straight and arrow“ (Rigg zu Macnee) – gefolgt wird das Ganze, nachdem die „evil masterminds“ ausgeschaltet wurden, von folgendem Schluss-Dialog zwischen Macnee & Rigg, im Rahmen dessen Macnee als „Lokführer“ der Mini-Lok agiert und Rigg in gewisser Weise als „Passagierin“ direkt hinter ihm sitzt: JOHN STEED: „Ich wusste schon immer, dass ich zum Lokomotivführer geboren bin. Schon in meiner frühesten Jugend wollte ich diesen Beruf ergreifen“ / EMMA PEEL: „...Aber die Familie war dagegen“ / JOHN STEED: „Oh nein, die war damit sofort einverstanden. Aber ich kam rechtzeitig zur Vernunft. Sie sehen es selbst, Mrs. Peel. Da ist man zu viel unterwegs“ / EMMA PEEL: „Na, ich weiß nicht. Zumindest wären Sie immer auf dem rechten Weg geblieben“ (aus: „Die Totengräber“)].
Angekommen in dem Haus, in dem Hannay, wie er der Fremden mitteilt, „lediglich für ein paar Monate eine möblierte Wohnung gemietet hat“, erkundigt er sich nach dem Namen der „mysterious brunette“, doch diese scheint Hannay ihren echten Namen nicht verraten zu wollen [zugehöriger Dialog: RICHARD HANNAY: „Wenn’s kein Geheimnis ist. Verraten Sie mir doch Ihren Namen“ / FRAU: „Ah...gefällt Ihnen Smith?“], was dieser zu akzeptieren scheint [RICHARD HANNAY: „Schon gut“]. Anschließend betreten Hannay und „Miss Smith“ den Fahrstuhl.
„If you want to know more about me. What do you think I do for a living?“ – nach dem Eintritt in die Wohnung kommt es zu einem Dialog bezüglich der „profession“ von „Miss Smith“ [siehe dazu auch weiter oben (Anm.)], welche ihm gesteht, dass sie eine „Freelancerin“ sei, die „auf Abenteuer aus wäre“.
In dem flächenmäßig großzügig daherkommenden Wohnzimmer, in dem einige Möbelstücke noch mit Tüchern abgedeckt sind, will Hannay’s Begleiterin zunächst nicht, dass er das Licht aufdreht [MISS SMITH: „Noch nicht“], und sie bewegt sich in der Folge schnellen Schrittes in Richtung der „two windows“, wo sie sozusagen „den Raum zwischen den zwei Fenstern“ nutzt und sich an die Wand lehnt. „Miss Smith“ wirkt etwas „atemlos“ dabei und meint dann, dass Hannay nun das Licht aufdrehen könne.
Nachdem der Raum erhellt ist, geht er zur Minibar und will Drinks zubereiten, aber die „Freischaffende“ bittet ihn gleich um eine weitere Sache, nämlich darum, dass er „den Spiegel zur Seite drehen solle“.
Hannay kommt auch dieser Bitte, obwohl eine leichte Verwunderung in seinem Gesicht zu merken ist, nach und dreht den Spiegel, der auf einem Sims steht und in dem man „Miss Smith“ tatsächlich an der Wand zwischen den beiden Fenstern stehend sehen kann, um [Kommentar von RICHARD HANNAY: „Es wäre Ihnen wohl lieber, wenn Vorhänge an den Fenstern wären...“].
Kurz darauf läutet das Telefon und Hannay macht sich daran, den Hörer abzuheben, doch seine Begleiterin... „Dial M for Murder“ ...warnt ihn förmlich davor, dies zu tun [MISS SMITH: „Nehmen Sie bitte nicht ab, Mr. Hannay!“].
„Why not?“ – als Hannay wissen möchte, warum er nicht ans Telefon gehen soll, meint „Smith“, dass... „Because I think it’s for me“ ...der Anruf mit Sicherheit ihr gelte. Der „Wohnungsmieter“ gibt auch diesem „hellseherischen“ Ansinnen nach und schreitet zurück zu den Drinks aus der Minibar, während seine Begleiterin sich auf einen Hocker setzt, den Hannay ihr zuschiebt, damit sie sich nicht „zu weit in den `Living Room` vorwagen muss“.
Der Drink, den ihr Hannay schließlich überreicht, scheint der Frau „more than welcome“ zu sein und sie leert das Glas „ex“ [Kommentar von RICHARD HANNAY: „Rettung in höchster Not, hm?“ / Antwort von MISS SMITH: „Ja, tatsächlich. Vielen Dank“].
Danach meint die Frau... „I owe you an explanation“ ...dass sie ihm wohl „eine Erklärung“ schulde, aber Hannay verneint dies „with understatement“ und bezeichnet sich selbst als „einen Nobody, dem man so etwas ohnehin nicht sagen müsse“ [RICHARD HANNAY: „Nicht nötig. Kümmern Sie sich nicht um mich, wer bin ich schon...“].
Die „mysteriöse Begleiterin“ will dann wissen, ob es denn „ein Zimmer nach hinten raus“ gebe, da sie in diesem „nicht gern sprechen möchte“, was dazu führt, dass sie und Hannay den „Living Room“ verlassen und in der „Kitchen“ landen, wo „Miss Smith“ umgehend die Jalousie runterlässt.
Das Telefon... „Dial a Deadly Number“ ...läutet erneut [Kommentar von MISS SMITH: „Ignorieren Sie’s doch einfach“]. In der Folge bittet sie Hannay „um eine Kleinigkeit zu essen“, woraufhin dieser einen Fisch aus dem Kühlschrank holt und beginnt, für „Miss Smith“ ein „fish supper“, ein Fisch-Abendessen, zuzubereiten.
Als der Fisch in der Pfanne ist, gibt sich Hannay überzeugt davon, dass seine Begleiterin „selbstverständlich nicht Smith heißt“, was diese zu der Aussage führt, dass das „darauf ankomme, wo sie sich gerade befinde“ [MISS SMITH: „[...] Sie dürfen mich Annabella nennen“].
Dann erzählt „Annabella“ Richard Hannay davon, dass sie es gewesen sei, die die Schüsse in der „Music Hall“ abgegeben habe, da dort „two men“ gewesen wären, die ihr nach dem Leben getrachtet hätten [Kommentar von RICHARD HANNAY: „Sie sollten in der Wahl Ihrer Herren etwas vorsichtiger sein“].
„No...no...no...you don’t understand“ – „Annabella“ meint, dass er offenbar nicht ganz verstehe, was sie meine, aber Hannay bezeichnet diese „`A beautiful & mysterious woman`, die von zwei Killern verfolgt werde“-Geschichte als etwas, was sich nach einer „Spy-Story“ anhöre. Annabella Smith kann ihm da nur... „It’s exactly what it is“ ...zustimmen, legt aber Wert darauf, als „agent“ bezeichnet zu werden [Anmerkung: Agenten: Teil 3: „Ein Vogel, der zu viel wusste“: „Steed Fancies Pigeons, Emma Gets the Bird“: „JOHN STEED“ PATRICK MACNEE (befindet sich mit Mrs. Peel auf einer Wiese in der Nähe eines Hochsitzes, auf dem ein Kollege von Steed von einem Verfolger mit einer „Machine Gun“ erschossen worden ist, als er vom Hochsitz aus telefoniert hat): „Percy Danvers. Er war Geheimagent. Er hat mich von hier aus angerufen. Mittendrin brach das Gespräch ab“ / „EMMA PEEL“ DIANA RIGG: „Haben Sie eine Ahnung, womit er beauftragt war?“ / JOHN STEED: „Das lässt sich schwer sagen. [...]“ / EMMA PEEL (begutachtet eine von Kugeln zerfetzte Packung Vogelfutter, die sich auf dem Hochsitz befunden hat): „Vogelfutter. Ein ganzer Beutel voll. [...] War er so ein Vogel-Liebhaber?“ / JOHN STEED: „Das ist mir völlig neu. Er hatte zwar verschiedene Interessen, aber dass er sich für Ornithologie interessierte, ist mir nie aufgefallen“ (Dialog aus der Mit Schirm, Charme und Melone-Episode „The Bird Who Knew Too Much“ [OT], welche der Farbstaffel zugehörig ist und 1967 erstausgestrahlt wurde) – „I see, you want me to infiltrate. Insinuate“ (Rigg, betont theatralisch, zu Macnee, nachdem dieser von ihr verlangt hat, für einen Fotografen, der mit dem Fall offenbar zu tun hat, Modell zu stehen; „Mrs. Peel“ ist dann bei diesem Fotoshooting in den Union-Jack gehüllt, also: in die Nationalflagge des Vereinigten Königreiches): Der Titel „Ein Vogel, der zu viel wusste“ ist natürlich eine Hommage an Alfred Hitchcock’s Der Mann, der zu viel wusste, aber selbstverständlich kommen einem da gleichzeitig auch „The Birds“ in den Sinn, wobei rein inhaltlich betrachtet das Werk (Drehbuch: Brian Clemens / Regie: Roy Rossotti) mit Hitchcock’s Tier-Horror-Klassiker Die Vögel aus 1963 recht wenig zu tun hat – zur Story: Zwei Männer machen Jagd auf Agenten und drei „agents“ kommen dabei um, zwei durch Schüsse, einer durch einen Sturz von einem Baugerüst hinunter in eine Grube mit „noch nicht getrocknetem“ Beton (Dialog zw. Macnee & Rigg, während der auf der Baustelle ums Leben gekommene Agent „Frank Elrick“ gerade in laborähnlichen Räumlichkeiten des Geheimdienstes aus dem Beton-Block „gestemmt“ wird: JOHN STEED: „Dort ist vor Kurzem eine Raketenanlage gebaut worden. Das sollte aber super super super geheim sein“ / EMMA PEEL: „Na und, dieser Frank gehörte doch wohl zu den super super super Abwehragenten“); der Tauben-züchtende „agent“ Mark Pearson (John Lee) konnte Steed und Peel vor seinem Tod jedoch noch einen Hinweis geben und das Duo macht sich auf die Suche nach einem gewissen „Captain Crusoe“, der, wie sich herausstellt, aber ein Spionage-Papagei ist (der Betreiber einer Vogel-Ausstellung „Edgar J. Twitter“ John Wood zu seinem Mitarbeiter „George Cunliffe“ Anthony Valentine bzgl. des Ansinnens von Diana Rigg, einen gewissen „Captain Crusoe“ zu treffen, von dem sie an der Stelle aber noch nicht weiß, dass es sich bei diesem quasi um den „König der Papageien“ handelt: „[...] Der Captain wird [...] immer melancholisch, wenn man ihn zu früh stört. Mrs. Peel brennt darauf ihn kennenzulernen“) und als eine Art Kurier für heikle Informationen, die Landesverteidigung betreffend, diente...; nun, „The Bird Who Knew Too Much“ weist sicherlich ein paar inszenatorische Schwächen auf und vor allem Diana Rigg muss an manchen Stellen, an denen sich die Geschichte irgendwie „zieht“ und lediglich dafür genutzt wird, „gags with the participation of birds“ zu treiben (ein sprechender Vogel, der Rigg sozusagen aus dem Käfig heraus hinterherruft, als diese den Raum verlässt: „Auf Wiedersehen, Liebling. Auf Wiedersehen, Liebling. Auf Wiedersehen“), fast Theater-Bühnenschauspiel-artig „überkompensieren“; „She’s a looker!“ (der junge, psychopathisch wirkende Agenten-Killer „Robin“ Clive Colin Bowler gibt sich gegenüber seinem Partner und während einer Art Observation angetan vom Aussehen von „Mrs. Peel“, die gerade einen Gehsteig entlanggeht) – die Episode hat aber definitiv auch ihre Highlights, und diese kommen meist in der Gestalt der beiden Agentenmörder „Robin“ & „Verret“ (Michael Coles) daher, denn nicht nur der Versuch, „Steed“ mit einer in dessen Regenschirm versteckten Mini-Sprengvorrichtung zu töten (aus einem Dialog in einem Auto: VERRET: „[...] Handgranate mit Aufschlagzünder. Sie geht in dem Moment los, wenn er den Schirm öffnet“ / ROBIN – triumphierend: „Und es sieht aus, als wollte es regnen“), ist originell, sondern vor allem auch das Duell, das sich Clive Colin Bowler am Ende dann mit Diana Rigg auf dem 10-Meter-Brett einer Schwimmanlage liefert; der Auftrag, „Mrs. Peel“ zu eliminieren (VERRET im Vorfeld zu ROBIN, dem er gerade ein Gewehr mit Zielfernrohr ausgehändigt hat: „Es geht um das Mädchen, das Ihnen so gefiel“), endet für „Robin“ im Schwimmbecken und führt dazu, dass Rigg, als beide aus dem Becken wieder draußen sind, den Hals des Killers dann mit ihren Beinen fixiert, während sie sich mit einem Handtuch die Haare trocknet, wobei sie folgende Worte zu dem mittlerweile geschwächten Bowler sagt: „Wollen Sie etwa schon wieder baden? Erst wollen wir uns ein wenig unterhalten, hm? Reden Sie! Wer ist Ihr Boss?!“ (Copyright: „EMMA PEEL“ in „Ein Vogel, der zu viel wusste“)].
„Agent? For what country?“ – auf die Frage von Hannay, für welches Land sie eine Agentin sei, antwortet „Annabella“ ihm, dass sie dieser Profession „for any country that pays“ nachgehe. Als „Richard“ daraufhin von ihr wissen möchte, was ihr „Vaterland“ sei, erteilt sie dem „Vaterland-Gedanken“ Hannays eine Absage [ANNABELLA SMITH: „Ich habe keins“].
Auf den „I have no country“-Sager von Smith meint Hannay, dass sie dann wohl „in einem Ballon“ geboren wurde, bevor er offenbar „diesbezüglich nicht weiter nachbohren“ will, sich anschließend jedoch, ebenfalls wenig ernsthaft, nach dem „großen Staatsgeheimnis“ erkundigt, welches sie „ausspionieren“ wolle [Antwort von ANNABELLA SMITH: „Nein, ich bin hier, um zu verhindern, dass ein Geheimnis verraten wird. Ein sehr wichtiges Geheimnis für dieses Land“].
Nachdem Smith das „Secret“ erwähnt hat, betont sie, dass sie das nicht tue, weil „sie England so liebe“, sondern weil „England sie, bei Erfolg, besser bezahlen werde“ [Anmerkung: Exkurs: Agenten: Teil 4: „`James, für England` / `Für England, Alec`“: „JAMES BOND 007“ PIERCE BROSNAN: „Alec?“ / „ALEC TREVELYAN“ SEAN BEAN: „Auferstanden von den Toten. Nicht mehr ein anonymer Stern an der Gedenkwand von MI6 [...]“ / JAMES BOND 007: „Wieso?“ / ALEC TREVELYAN: „Lustige Frage, vor allem von dir. Seit wann fragst du nach dem Wieso? Wieso haben wir all die Diktatoren gestürzt, all diese Regime sabotiert? Nur damit es zuhause heißt: `Gut gemacht`, `Toller Job`, `Oh, tut uns leid, mein Freund, alles, wofür du Leib und Leben riskierst, hat sich geändert`“ / JAMES BOND 007: „Das war der Job, für den wir ausgewählt wurden“ / ALEC TREVELYAN: „Den Spruch hatte ich erwartet. James Bond, der getreue Terrier Ihrer Majestät. Streitbar für die so genannte gute Sache. [...]“ (aus: GoldenEye; Pierce Brosnan trifft in einer nächtlichen Szene auf seinen totgeglaubten alten Kollegen & „former friend“ „006“ „Alec Trevelyan“, der sozusagen „a Double-0 gone bad“ ist, folglich die Seite gewechselt hat und nicht mehr „for England“ unterwegs ist) – Bond-Filme, die einen „new 007“ präsentierten oder eben am Anfang einer Ära, sofern es eben eine solche wurde, standen (gemeint sind klarerweise: Dr. No / Im Geheimdienst Ihrer Majestät / Leben und sterben lassen / Der Hauch des Todes / GoldenEye / Casino Royale), waren immer etwas Besonderes, aber „GoldenEye“ (OT) aus 1995 bot nicht nur einen neuen „James“, sondern auch gleich eine neue „M“ in der Gestalt der großartigen Judi Dench („M“ zu dem „Relikt“ „JAMES BOND“ im Original: „I think you’re a sexist, misogynist dinosaur. A relic of the Cold War“) sowie eine neue „Moneypenny“ (verkörpert von: Samantha Bond) und einen neuen Regisseur, nämlich Martin Campbell, der bekanntlich dann auch Daniel Craig in Casino Royale (2006) zu einem „great Bond-debut“ verholfen hat; GoldenEye, der mit dem von Tina Turner gesungenen Song „GoldenEye“ einen „unter Fans sehr beliebten Titel-Song“ aufweist, welcher von den beiden „U2-members“ Bono & The Edge geschrieben wurde, kam nach einer Leinwand-Pause von sechs Jahren in die Kinos, was Anhänger der Filmserie sowie die Filmindustrie während dieses „hiatus“ gleich vom „Death of James Bond“ fantasieren ließ; der erste Post-Kalter-Krieg-Bond-Film enttäuschte dann aber nicht wirklich und bietet mit dem „Greatest Filmstunt of all Time“-verdächtigen „`Opening-Bungee-Jump` in Archangelsk“ diese gigantische Staumauer hinunter gleich eine der besten „Introduction-Scenes“ eines neuen Bond-Darstellers, die unmittelbar neben der „Introduction-Scene“ von Timothy Dalton in Der Hauch des Todes (1987), wo Dalton nach einem Fallschirmsprung und im Rahmen einer Übung beinahe Opfer einer „Death to Spies“-Initiative wird, sowie jener in S/W gehaltenen von Daniel Craig in Casino Royale steht, in welcher Craig bekanntlich einen korrupten Sektionsleiter erschießt und in der ein brutaler „Kampf auf einer Toilette mit einem Kontaktmann des Sektionsleiters“ in Rückblenden gezeigt wird; „Du kommst spät, 007. [...] Mal wieder bereit, die Welt zu retten?“ / „Wenn es sein muss, 006“ (Dialog zw. den „MI6-Männern“ Sean Bean & Pierce Brosnan im Rahmen der Vortitel-Sequenz in der Chemie-Fabrik in Archangelsk, in die Brosnan nach dem sagenhaften Bungee-Jump eingedrungen ist) – zur Story: James Bond sucht nach den Verantwortlichen für den Diebstahl eines gestohlenen Stealth-Helikopters sowie für die Zerstörung einer russischen „Research Station“; von der Computer-Programmiererin Natalja Semjonowa (als „very human“ Bond-Girl zu sehen ist: Izabella Scorupco), die die „destruction“ überlebt hat und die von Bond in weiterer Folge der Geschichte aus den Fängen der Hintermänner befreit wird, erfährt 007 Näheres über den im Rahmen der Zerstörung des besagten Forschungs-Zentrums gestohlenen GoldenEye-Satelliten, der im Weltraum einen mächtigen elektromagnetischen Impuls erzeugen kann und damit die Computer & elektronischen Systeme einer gesamten Stadt zerstören kann; mit der Hilfe von Valentin Zukovsky (Robbie Coltrane), einem vormaligen Widersacher, findet Bond heraus, dass sein ehemaliger „Freund & Kollege“ Alec Trevelyan, der 9 Jahre zuvor in Archangelsk, wie eigentlich angenommen, offenbar nicht um Lebens gekommen ist, der „Mastermind“ hinter dem Raub von „GoldenEye“ ist; nachdem Natalja herausgefunden hat, dass Trevelyan’s Computer-System offenbar von Kuba aus operiert, reist 007 mit seiner Begleiterin in die Karibik (aus einem „Dialog an einem Strand“ zwischen Scorupco & Brosnan, der, betrachtet man den visuellen Aspekt, von einer „Postkarten- oder Reisekatalog-Ästhetik“ begleitet wird und, rein inhaltlich, durchaus „Rosamunde-Pilcher-TV-Film-Qualitäten“ besitzt: NATALJA SEMJONOWA: „Er war dein Freund, Trevelyan. Und jetzt ist er dein Feind und du wirst ihn töten. Ist es so einfach?“ / JAMES BOND: „Mit einem Wort: Ja“ / NATALJA SEMJONOWA: „Wie kannst du dich nur so aufführen? Wie kann man bloß so kalt sein?“ / JAMES BOND: „Nur deshalb bleib ich am Leben“ / NATALJA SEMJONOWA: „Nein, darum bleibst du allein“), wo sie den Satelliten deaktivieren und Bond seinen alten „Wegbegleiter“ Trevelyan endgültig ins Jenseits befördert (Original-Dialog im Rahmen eines exzellent choreografierten Mann-gegen-Mann-Fights, kurz bevor „007“ den „vormaligen 006“, der ihm unterlegen ist, endgültig eliminiert: ALEC TREVELYAN: „For England, James?“ / JAMES BOND: „No. For me“)...; wie einige Pierce-Brosnan-Fans, und ich war schon ein solcher, ganz lange bevor er als „007“ viermal die Welt rettete, mag ich ihn selbst gleichsam mehr als viele seiner Filme, und Brosnan ist es sicherlich auch, der „James Bond“ in GoldenEye nach den beiden Dalton-Abenteuern und den „Akzeptanz-Problemen“ von Lizenz zum Töten (1989) praktisch wieder „verlockend“ gemacht und „zurück auf die richtige Spur“ gebracht hat; aber, um fair zu bleiben, muss man sagen, dass der gesamte Film GoldenEye so seine Qualitäten besitzt, auch jenseits des irischen Schauspielers und der „`Opening-Sequence` mit dem Bungee-Sprung“, denn: Mal abgesehen von dem „recht klugen“ Skript, das einen kritischen Blick auf die Post-„Cold-War“-Bond-Figur wirft und auch ein wenig „eine respektvolle `007-Deconstruction`“ betreibt, gibt Sean Bean einen passablen Bösewicht ab und Famke Janssen als wahrlich „mordlüsterne“, geradezu „perverse“ „Femme Fatale“ & Trevelyan-Kumpanin „Xenia Onatopp“ ist einfach „great“ (JAMES BOND zu XENIA ONATOPP im Original und während eines, wenn man es so ausdrücken will, „sexually charged“ Fights in einer Sauna: „No, no, no! No more foreplay!“); außerdem weist GoldenEye mit Sicherheit einige der besten „`M`-Sequenzen“ innerhalb der Judi-Dench-Ära auf („M“ zu JAMES BOND in ihrem Büro: „Sie mögen mich nicht, Bond. Sie mögen meine Methoden nicht“) und „Moneypenny“ Samantha Bond feiert ebenfalls einen „würdigen Einstand“ (aus einer Art „Audio-Fax-Nachricht“ von „MONEYPENNY“, die Bond, der sich gerade in Monte Carlo befindet, in seinem Aston Martin DB5, der in GoldenEye also ebenfalls zurück ist, abruft: „`M` autorisiert Sie, Miss Onatopp zu beobachten. Aber verlangt: Keinen Kontakt ohne vorherige Genehmigung“); eine regelrechte Enttäuschung hingegen ist der Score von Eric Serra, der wenig mit den „glorreichen musikalischen Bond-Zeiten“ unter John Barry zu tun hat und vergleichsweise „empty“ klingt].
Smith greift Hannay am Arm und erzählt ihm, dass sie „hinter einem gefährlichen Agenten einer gewissen ausländischen Macht her sei, der sich in den Besitz eines Geheimnisses bringen möchte, welches für die Verteidigung lebenswichtig sein könne“ [Nachsatz von ANNABELLA SMITH: „Zwei seiner Männer habe ich in das Varieté verfolgt. Die sind wohl ihrerseits hinter mir her, sie haben mich unglücklicherweise erkannt“].
Hannay, der dazu ansetzt, Brot für das „fish supper“ zu schneiden, reagiert... „That was too bad“ ... mit leichtem Sarkasmus und spricht von „persecution mania“, von „Verfolgungswahn“, doch „Annabella“ möchte, dass „Richard“, wenn er ihr schon nicht glaube, aus dem Fenster schauen solle, was er, mit dem Brotmesser in der Hand, dann auch tut.
Und tatsächlich...unten auf der Straße, bei einem Laternenpfahl, stehen, wie von Smith vorhergesagt, „two men“. Als er in die Küche zurückkehrt, hat Hannay... „You win“ ...Smith’s Behauptungen bezüglich der zwei Männer nichts mehr entgegenzusetzen [Reaktion von ANNABELLA SMITH: „Ich hatte gehofft, sie abgeschüttelt zu haben“].
In der Folge meint Smith, dass sie ihm wohl, angesichts der Tatsache, dass die beiden Männer ihr bis „hierher“ gefolgt seien und er jetzt ohnehin „bis zum Hals mit in der Sache stecke“, etwas mitteilen müsse, was für ihn „not very healthy to know“ wäre [ANNABELLA SMITH: „Haben Sie zufällig schon mal was von den 39 Stufen gehört?“].
Der „Gastgeber“ setzt wieder dazu an, die Sache runterzuspielen, und fragt „die Verfolgte“, ob es sich bei den „39 Stufen“ um eine „Bar“, „a Pub“, handle, woraufhin sie ihn einen „Spaßvogel“ nennt und klarmacht, dass „diese Männer vor nichts zurückschrecken“ und es ihre Aufgabe sei, deren Pläne zu durchkreuzen [Nachsatz von ANNABELLA SMITH: „Wenn es mir nicht gelingt, ihnen das Handwerk zu legen, sind sie wahrscheinlich schon in ein paar Tagen mit dem Geheimnis außer Landes“].
Hannay erwähnt die Polizei, die aber, wie Smith meint, ebenso keine Option darstelle, da der Einfluss der „39 Steps“ eben auch dort hinreiche. Kurz darauf betont sie, welch ein „gerissener Bursche“ der Chef dieser Männer sei [ANNABELLA SMITH: „Der geht über Leichen. Ganz wörtlich gemeint“].
„What’s his name?“ – „Richard’s Frage“ nach dem Namen des „Mastermind“ führt Smith zu der Aussage, dass dieser „Dutzende von Namen“ habe und sich „hinter Hunderten von Masken“ verberge, wenngleich „this man“, so die Agentin, eine Sache nicht verstecken könne, nämlich die Tatsache, dass ihm „a part of his little finger“ fehle [ANNABELLA SMITH: „Wenn Sie je einem Mann begegnen, dem am kleinen Finger zwei Glieder fehlen, seien Sie sehr vorsichtig, mein Freund“].
Im Anschluss bringt Hannay zur Sprache, was sie „denn nun unternehmen wolle“, woraufhin Smith... „First I‘ll eat my haddock and then have a good night rest“ ...ihm erstaunlich „normale Pläne für den Abend“ präsentiert und sich „erst mal ihrem Fisch zuwenden will“, bevor sie sich in seiner Wohnung „so richtig ausschlafen möchte“ [RICHARD HANNAY: „Ich trete Ihnen gern mein Bett ab und schlafe für England auf der Couch“].
Auf die Frage hin, ob er „sonst noch etwas für sie tun könne“, meint Smith, dass sie unbedingt „eine Karte von Schottland brauche“, weil sie dort „einem bestimmten Mann einen Besuch abstatten müsse, wenn sie das Schlimmste verhindern wolle“. Ob sich, wie Hannay dann erfahren will, diese ominösen „39 Stufen“ in Schottland befinden, möchte „Annabella“ „Richard“ aber erst „morgen früh“ mitteilen und sie beginnt, ihren Fisch zu essen [Anmerkung: Agenten: Teil 5: „The Avengers“ in Schottland: „Steed Becomes Strapping Jock, Emma Lays a Ghost“: „EMMA PEEL“ DIANA RIGG: „Ach, Steed. Gott sei Dank!“ / „JOHN STEED“ PATRICK MACNEE: „Morgen. Ich wollte Sie vorher zu einem Morgenspaziergang holen, aber Sie waren nicht in Ihrem Zimmer. Da dachte ich, Sie wären schon ausgeflogen, um taufrische Blumen zu pflücken. Es tut mir unsagbar leid, dass ich Sie geweckt habe. Die Tür war verschlossen. Sind Sie auf eigene Faust hier?“ / EMMA PEEL: „Ich war eingesperrt, und zwar die ganze Nacht. Sehen Sie sich das Ding da an. Das ist nicht gerade zum Schlafen gedacht“ (Dialog in dem mit Folterinstrumenten ausgestatteten Burgverlies zwischen Rigg & Macnee in der Mit Schirm, Charme und Melone-Folge „Das schottische Schloss“ aus dem Jahr 1965; jemand hatte die Tür zum Verlies hinter „Mrs. Peel“ geschlossen, als sie bei einer nächtlichen Erkundung des Schlosses dieses betreten hatte; mit „das Ding“ ist so eine Art Streckbank gemeint, auf der sie, „dressed in a nightie“, übernachtet hat) – die Episode „Castle De’ath“ (OT) aus der Schwarzweißstaffel von Mit Schirm, Charme und Melone würde ich durchaus zu meinen Favoriten innerhalb der 26 Teile umfassenden „in `Black and White` gefilmten Periode der Zusammenarbeit zwischen Steed & Peel“ zählen, denn das „schottische Setting“ haben die Macher dieser Folge (Regie: James Hill / Buch: John Lucarotti) dazu genutzt, sehr expressiv anmutende Landschafts- sowie Schloss- und „Scottish loch“-Aufnahmen zu präsentieren, aber ganz generell besitzt diese Schottland-Mission der „Avengers“ eine großartige, zum Teil recht düstere Atmosphäre; „Steed, the Iron Maiden, it’s a door!“ (Rigg zu Macnee im Rahmen des Finales mit Hinweis auf die erstaunliche Beschaffenheit der „Eisernen Jungfrau“ im Burgverlies) – zur Story: John Steed & Emma Peel sollen den „mysterious death“ eines Tauchers auf einem schottischen Schloss namens „Castle De’ath“ aufklären (JOHN STEED zu EMMA PEEL im Schloss, als er ihr ein Buch übergibt: „Mrs. Peel, hier, dieser dicke Wälzer enthält die umfangreiche Geschichte von Schloss De’ath. Wussten Sie, dass Maria Stewart es ablehnte, hier über Nacht zu bleiben? Und wussten Sie auch, dass der tote Froschmann um 10 Zentimeter größer war als zu seinen Lebzeiten. Er wurde auf der Folter gestreckt“), welches sich im Besitz der beiden Cousins Ian & Angus De‘ath (verkörpert von Gordon Jackson & Robert Urquhart) befindet; Mrs. Peel gibt sich als Vertreterin eines „Beratungsbüros für die Umgestaltung von Schlössern und Herrenhäusern als Touristenattraktion“ aus und Steed als Historiker & Buchautor namens „`Jock` McSteed“, der behauptet, an einem Werk über ein berüchtigtes Mitglied der De’aths zu arbeiten (Dialog zwischen Rigg & Macnee, die sozusagen unabhängig voneinander angereist sind und sich offiziell „noch nie begegnet sind“: EMMA PEEL: „Wie ich hörte, arbeiten Sie an einem Buch“ / JOHN STEED: „Ja, über Black Jamie, dem 13. Schlossherren von De’ath“), welches angeblich noch immer im Schloss als „Geist“ herumspukt und auf dem Dudelsack spielt; Steed geht davon aus, dass „the whole thing“ mit der „Fischfangkrise“ & den „Fischpreisen“ zusammenhängt (JOHN STEED: „Die Fischindustrie ist eine der Hauptstützen unseres Wirtschaftslebens“ / EMMA PEEL: „Und in den Küstenfanggebieten sind kaum Fische zu sehen“ / JOHN STEED: „Vielleicht auch vertrieben worden. [...]“); das Schloss selbst scheint außerdem hin & wieder „zu vibrieren“ und unter den Burggemäuern findet das Duo in weiterer Folge einen geheimnisvollen Maschinenraum...; „Personal appearance tonight?“ (Diana Rigg, „dressed in leather“ und sitzend auf einem riesigen Stuhl aus Holz, zu dem „Dudelsack-spielenden `Ghost`“ im Schloss, bevor sie sich mit diesem einen intensiven Kampf liefert) – lässt man vielleicht mal jene etwas langatmig geratene & etwas „unmotiviert daherkommende“ Szene beiseite, in der Diana Rigg auf einer Art „Mini-Dudelsack“ spielt und Patrick Macnee dazu, im Schottenrock, tanzt (Dialog nach dieser „Ertüchtigung“: EMMA PEEL: „Sie haben mich außer Atem gebracht“ / JOHN STEED: „Ach, tut mir leid, ich war so richtig in Form“), so bietet „Das schottische Schloss“, zumindest aus meiner persönlichen Sichtweise heraus, zahlreiche sehr schöne Emma-Peel-Szenen, denn: Die „fight-scenes“, soll heißen: die Szenen, in denen „Mrs. Peel“ ihrem „deutschen `nick name`“ „Karate-Emma“ alle Ehre macht, zählen mit zu den besten der gesamten S/W-Staffel, und vor allem jener Kampf mit dem besagten „Dudelsack-spielenden Geist“, den Rigg in der deutschsprachigen Synchro (das Original siehe oben) mit dem Satz „Hat Black Jamie heute Abend frei?“ einleitet und der im Rahmen des sehr abwechslungsreichen Finales der Episode stattfindet, kommt fast schon „brutal“ daher, als ob sich der damalige „007“ Sean Connery hier mit irgendjemanden „prügeln“ würde; sehr atmosphärisch hingegen ist jener Moment, in dem sich „Emma“, quasi durch das Dudelsackspielen von Black Jamie, welches durch das Schloss tönt, auf den Plan gerufen, nur mit einem Nachthemd bekleidet zunächst durch diverse Gänge des Gemäuers bewegt, bevor sie in dem Verlies landet und „locked up“ wird; erwähnenswert im „Mrs. Peel-Zusammenhang“ ist aber auch noch die Szene, in der sie sich in der teilgeöffneten „Iron Maiden“ versteckt, um im Verlies nicht von „henchmen“ entdeckt zu werden, und sind außerdem jene zwei Sequenzen, in denen Rigg eine Armbrust betätigt, denn in der ersten wird sie gleichsam zur „Deer Hunter“ und schießt auf einen „an der Wand hängenden Hirschkopf“ und trifft diesen genau in ein Nasenloch (Kommentar von ANGUS DE’ATH: „Oh, sieh mal an. [...]“) und in der zweiten macht an der Stelle des „deer head“ ein „henchman“ Bekanntschaft mit einem Armbrust-Pfeil; wenn sich die „Avengers“ schon mal „in der Heimat von James Bond“ befinden, dann durfte, im Jahr, in dem Feuerball seinen Siegeszug um die Welt antrat, ein „Bond-Film-artiges“ Ende natürlich nicht fehlen, denn „in the end“ steuert Macnee, der, wie er zu seiner Beifahrerin Diana Rigg meint, „fischen gehen möchte“, seinen Wagen in ein Gewässer, wo dieser sich quasi in „ein kleines Boot“ umwandelt].
In der Nacht, draußen weht, wie an den Vorhängen bei den Fenstern sichtbar wird, offenbar ein starker Wind, stürmt Smith, die ein Stück Papier in der Hand hält, in den Raum, in welchen Hannay sich zum Schlafen begeben hat [ANNABELLA SMITH: „Fliehen Sie, Hannay! Sonst werden Sie der Nächste sein“].
Die Agentin, die unter Schmerzen zu leiden scheint, bewegt sich auf „Richard“ zu und...fällt auf sein Bett. In ihrem Rücken steckt... „Cuts Like a Knife“ ...ein großes Messer. Miss Smith, „Annabella“, stirbt.
Dann läutet wieder das Telefon und Hannay überlegt kurz ranzugehen, lässt es aber schlussendlich bleiben. Als er aus dem Fenster blickt, sieht er, dass der Anruf wahrscheinlich von unten aus der Telefonzelle „on the street“ kommt, denn dort befinden sich wohl, auch wenn das für Hannay schlecht zu sehen ist, „the two men“.
Das Stück Papier, welches Annabella Smith in ihrer Hand hält, scheint eine „map“ zu sein. Hannay entfernt die Karte aus ihrer „dead hand“ und sieht, dass es sich tatsächlich um eine Karte von „SCOTLAND“ handelt, auf der eine „area“ namens „Alt-na-Schellach“ mit einem Stift eingekreist wurde.
„Richard“ erinnert sich, während er die Schottland-Landkarte betrachtet, an „Annabella’s warnende Worte bezüglich der `39 Stufen`“ [Hitchcock löst dies mit Überblendungen, welche die sprechende Lucie Mannheim quasi „über der Landkarte erscheinen“ lassen (Anm.)] – „I tell you, these men act quickly...quickly...quickly“ [Anmerkung: Exkurs: Agenten: Teil 6: „Ausverkauf des Todes“ – ein echtes Mit Schirm, Charme und Melone-Highlight: „Steed Fights in Ladies‘ Underwear, Emma Tries `Feinting`“: „JOHN STEED“ PATRICK MACNEE: „Ich hoffe, Sie sind nicht verletzt“ / „EMMA PEEL“ DIANA RIGG: „Nein, nur mein Stolz“ (Macnee hat Rigg gerade aus einem Teppich „gerollt“, in den sie von den „villains“ gefesselt und geknebelt sozusagen „eingewickelt“ worden ist) – der Regisseur Charles Crichton (1910 – 1999), der, gleichsam im fortgeschrittenen Alter, im Jahr 1988 mit der genialen Komödie Ein Fisch namens Wanda / OT: „A Fish Called Wanda“ (Starring: John Cleese, Jamie Lee Curtis, Kevin Kline, Michael Palin) noch einmal einen riesigen Erfolg feiern konnte (der für seine Nebenrolle sogar mit dem Oscar prämierte Kevin Kline, welcher den Gauner „Otto“ spielt, zu Maria Aitken, die die Ehefrau von John Cleese verkörpert: „Ich bin Harvey...Manfren...jen...sin...jen. Ich bin von der CIA. [...] Ich habe gerade Ihrem Mann erzählt [...], dass wir einen KGB-Überläufer in einem sicheren Haus hier in der Nähe untergebracht haben“), hat einige der bemerkenswertesten „Avengers“-Episoden inszeniert, so etwa „The Danger Makers“ (OT; 1966) oder „The Correct Way to Kill“ (OT; 1967); äußerst gelungen ist aber auch die S/W-Episode „Death at Bargain Prices“, die im Jahr 1965 erstausgestrahlt wurde, da Crichton, der zweifellos ein Meister des grotesken Humors und der schwarzen Komödie war, hier mit einigen „tollen inszenatorischen Einfällen“ aufwartet, die sogar eine gewisse „Handschrift“ erkennen lassen, welche aber ohnehin sämtliche von Crichton in Szene gesetzten Mit Schirm, Charme und Melone-Folgen aufweisen und eben „recognizable“ machen, so wie die von Alfred Hitchcock persönlich inszenierten „Alfred Hitchcock Presents“ & „Alfred Hitchcock Hour“-Folgen deutlich „ausmachbar“ und von den zahlreichen „fremdinszenierten“ Episoden unterscheidbar sind; „Mrs. Peel, you’re remarkable“ (Patrick Macnee im Original zu Diana Rigg nach den „variantenreichen“, fantastischen Schluss-Fights & -Duellen, die die Episode zu bieten hat) – zur Story: Ein Agent namens Moran wird erschossen aufgefunden mit einem „auf einen Sonntag datierten Kassazettel“ eines Londoner Kaufhauses; Mrs. Peel ermittelt wiederum „undercover“ und lässt sich als Verkäuferin einstellen, während Steed dort vermehrt als Kunde auftritt (Dialog zw. dem „Kunden“ Macnee & der „Verkäuferin“ Rigg: JOHN STEED: „Würden Sie mich freundlicherweise bedienen? Oh, bezaubernd. Ich fragte den [im Original: chief predator], wo Sie wären, und er sagte: `Unsere Mrs. Peel finden Sie bei der Damen-Unterwäsche`. Da bin ich die Stufen raufgerannt, immer drei auf einmal“ / EMMA PEEL: „Die Abteilung für faule Witze befindet sich im fünften Stock“); zahlreiche Angestellte des Kaufhauses scheinen nicht sehr fachkundig zu sein (der Hausdetektiv „JARVIS“ JOHN CATER zu der „Verkäuferin“ EMMA PEEL: „Machen Sie sich keine Gedanken, dass Sie keine Fachkenntnisse haben. Die hat kein Mensch hier“) und Mrs. Peel versucht diverse Schlüsse aus den Geschehnissen im „store“ zu ziehen, was nicht unbedingt verborgen bleibt (JARVIS zu EMMA PEEL: „Ich habe nämlich festgestellt, dass Sie bei allen Unterhaltungen zugehört haben und jede Bewegung beobachteten. Sie sind nicht hergekommen, nur um Damenwäsche zu verkaufen, Mrs. Peel. ...Hören Sie zu, ich bin auf Ihrer Seite. Hier geht wirklich etwas Seltsames vor. Ich meine, ich könnte Ihnen helfen. Ja, einem Manne wie mir entgeht nichts. [...]), während Steed in die Chefetage zu dem alten Horatio `King` Kane (Andre Morell) vordringt, der mit dem Kaufhaus und für die „City of London“ ganz eigene Pläne hat...; „Come in. I‘ve got nine and a half minutes to finish my lunch and get back to the store“ (Rigg zu Macnee, der sie zu Hause während ihrer Mittagspause besucht) – nun, diese von Crichton inszenierte Folge bietet, wie bereits angedeutet, zahlreiche erwähnenswerte Sequenzen und „details“; so haben der Regisseur Crichton & der Drehbuchautor Brian Clemens vor allem einen bestimmten „Fahrstuhl mit Gittertüre“, der sich in dem Kaufhaus befindet und der auch innerhalb des Finales eine zentrale Rolle spielt, dramaturgisch perfekt genutzt, denn: Agent „Moran“ bekommt darin zu Beginn der Episode, als er damit abwärts fährt, von dem brutalen „Major Wentworth“ (T.P. McKenna) gleich sechs Kugeln mit einer Pistole inklusive Schalldämpfer verpasst und Macnee erhält von dem besagten Major, als er in den „elevator“ steigt, einen kräftigen Faustschlag ins Gesicht, weil er sich zuvor unerlaubt der Chefetage und „King Kane“ genähert hat (MAJOR WENTWORTH zu JOHN STEED in dem Moment, als er ihm den Schlag versetzt und ihn mittels Fahrstuhl wieder „nach unten“ befördert: „Auf Wiedersehen, Mr. Steed!“); auch die Tatsache, dass die ganze Geschichte in einem Kaufhaus angesiedelt ist, wird für amüsante Momente & Dialoge genutzt, denn als Rigg & Macnee sich in der „Kinderabteilung“ umsehen, aus der dieser ominöse „Kassazettel vom Sonntag“ stammt und in der sich „Moran“ anscheinend aufgehalten hat, werden sie, da die beiden vor einer „cradle“ stehen, von einer „betagteren Verkäuferin“ für ein Paar gehalten und auf das „freudige Ereignis“ angesprochen (OLD SALESWOMAN: „Das muss eine sehr glückliche Zeit für Sie beide sein“ / JOHN STEED – den „Bezug“ noch nicht verstehend: „Oh ja. Darum geht es eigentlich“ / OLD SALESWOMAN: „Wenn Sie ein Bettchen suchen, kann ich Ihnen unbedingt dieses empfehlen, Sir. Das Baby wird sich hier drin sehr wohl fühlen“ / EMMA PEEL: „Ich glaube, das Baby ist dafür zu groß. Komm weiter, Liebling“ / JOHN STEED – zur OLD SALESWOMAN: „Entschuldigen Sie den Irrtum“); ein echter Höhepunkt der Folge ist das, wenn man so will, „ein wenig ins Negative gekehrte Duplikat“ der allerersten „Steed & Peel-Szene“ aus „Stadt ohne Rückkehr“, denn „Steed“ taucht im Rahmen von „Ausverkauf des Todes“ mit seinem blauen Auge, das er sich von „Major Wentworth“ geholt hat, bei „Mrs. Peel“ zu Hause auf, läutet an der Tür und wartet vor dem „riesigen Türspion in Form eines weiblichen Auges“ auf Einlass, doch „Mrs. Peel“ fühlt sich von ihm, da sie gerade mit ihren Forschungen zum Thema der Thermodynamik beschäftigt ist, gestört (zugehöriger Dialog: JOHN STEED: „Ich weiß, dass Sie mich nicht sehen wollen, aber bitte, machen Sie auf“ / EMMA PEEL: „Gehen Sie wieder. Ich bin nicht zuhause“ / JOHN STEED: „Mrs. Peel, Sie können mich nicht einfach fortschicken“ / EMMA PEEL: „Ich bin ansteckend. Ich habe Windpocken, Beulenpest und...äh...Ziegenpeter“ / JOHN STEED: „Und ich bin ernsthaft verwundet“ / EMMA PEEL: „...Kommen Sie herein“ / JOHN STEED – gleichsam zum Türspion, nachdem er dann von „Mrs. Peel“ hereingelassen wurde: „Einäugiges Etwas“); Patrick Macnee sagt ja zu Diana Rigg, was weiter oben von mir bereits in der Originalfassung zitiert wurde, den Satz: „Mrs. Peel, Sie sind bemerkenswert“, und das tut er gleichsam „völlig zurecht“ nach dem „Magic Moment“ von „Death at Bargain Prices“, denn während z. B. eine Agentin wie „Annabella Smith“ in Hitchcock’s Die 39 Stufen mit einem Messer im Rücken endet, setzt Rigg einen „Horatio-Kane-Handlanger“ mit dem Namen „Massey“ (George Selway) mit ihren „Martial-Arts-Skills“ außer Gefecht, was jetzt noch nicht ungewöhnlich oder „bemerkenswert“ wäre, aber Crichton hat die Szene so inszeniert, dass daraus eine Art theatralischer „Karate-Tanz“ wurde, an dessen Ende das K. o. von „Massey“ steht (MASSEY [bedroht „Mrs. Peel“ mit einer Pistole]: „Stehen bleiben! Gehen Sie hier rüber! Vorwärts, los!“ / EMMA PEEL [fängt mit der rechten Hand zu schnippen an, spricht die Worte dann in einem strengen Tonfall]: „Geben Sie mir die Pistole!“ / MASSEY: „Sie kommen sich wohl sehr klug vor“ / EMMA PEEL [schnippt schließlich mit beiden Händen, hält ihm dann die linke Handfläche entgegen und klingt noch „bestimmter“ als zuvor]: „Geben Sie mir die Pistole!“ [tritt ihm die Pistole aus der Hand und beginnt den besagten „Karate-Tanz“]); „Tod im Ausverkauf“ verfügt, um abermals Analogien zur James-Bond-Serie, die damals so richtig Fahrt aufnahm, zu ziehen, nicht nur über einen Bond-artigen Plot um „eine gefährliche Bombe“, sondern bietet mit dem alten „Horatio Kane“ durchaus „some kind of Bond-esque Villain“ mit Allmachts-Fantasien & „Erpressungs-Gelüsten“ auf; erwähnenswert, weil irgendwie ein „eye-catcher“, ist auch das „Space-Woman“-Outfit von Diana Rigg, das sie dann sozusagen „im Kaufhaus als Arbeitskleidung trägt/tragen muss“ und welches aus einer „Mixtur“ aus Leder-Teilen & „spacigen“ Elementen (z. B. weißen „Weltraum-Handschuhen“) besteht – Crichton hatte in den 70ern dann auch Episoden der britischen Science-Fiction-Serie Mondbasis Alpha 1 (1975 – 1977) inszeniert].
„Later“ schleicht Hannay, bekleidet mit Hut & Mantel, durch das Treppenhaus und wirft kurz einen Blick hinaus durch die Haupteingangstür, die aus Glaselementen und einem Gitter besteht. Dann marschiert er nervös vor jener Wand auf und ab, auf der die Namen der Mieter sowie die zugehörigen Türnummern oder Etagennummern stehen. Kurz darauf...nähert sich eine Person der Haupteingangstür. Es handelt sich dabei um...den Milchmann [RICHARD HANNAY – im „Small-Talk-Modus“: „Guten Morgen, Sir. Schon so früh auf heute?“].
„I want to make a getaway“ – der besagte Milchmann wird von Hannay in ein Gespräch verwickelt und er fragt ihn, ob er sich seine Milchmann-Mütze und den Mantel borgen kann, woraufhin der Milchmann wissen möchte... „Wait a minute. What’s all this? What’s the big idea?“ ...was „hinter dieser Anfrage“ steckt und ob Hannay „etwas ausgefressen habe“ [Antwort von RICHARD HANNAY: „[...] Vertrauen gegen Vertrauen. Im ersten Stock ist jemand umgebracht worden“].
„Waren Sie’s?“...Hannay weist, da der Milchmann äußerst besonnen nachfragt, ob er’s getan hat, auf „die beiden Männer da draußen“ als Täter hin [RICHARD HANNAY: „[...] Es sind Spione, Ausländer. Sie haben bei mir eine Frau ermordet. Und jetzt warten sie auf mich“].
„Oh, come on. Funny jokes at five o’clock in the morning“ – der Milchmann hat langsam genug von Hannay und will gehen, aber dann hat Hannay den Einfall, sich als „Bachelor“, als „Junggeselle“, auszugeben, der gerade... „A married woman lives on the first floor“ ...eine „verheiratete Frau“ besucht habe und jetzt „dort draußen“ von dem „brother“ sowie dem „husband“ dieser „married woman“ erwartet werde [Anmerkung: Agenten: Teil 7: „The Murder Market“ – eine Mit Schirm, Charme und Melone-Folge, die sogar mit einem Hitchcock/Highsmith-Motiv aufwartet: „Steed Seeks a Wife, Emma Gets Buried“: „EMMA PEEL“ DIANA RIGG: „[...] Da werden wir jetzt ein echtes Problem haben. Für Sie was Passendes finden...“ / „JOHN STEED“ PATRICK MACNEE: „Aber ganz und gar nicht. Gebildet, charmant, kultiviert...“ / EMMA PEEL: „...Hinterhältig, intrigant, verschlagen, skrupellos. Das wird etwas ganz Seltenes sein. Eine Mischung aus Lucrezia Borgia und die Jungfrau von Orleans“ / JOHN STEED: „Sie zählen alles auf, was ich an Ihnen schätze“ (aus der Episode „Das Mörderinstitut“; „Must be quite a girl. A mixture between Lucrecia Borgia and Joan of Arc“: Rigg spricht gegenüber Macnee, der sich bei einem ominösen Heiratsinstitut als Kunde ausgibt, die Schwierigkeit an, für den eingefleischten Junggesellen „a match“ zu finden) – es gibt eine Reihe von „Avengers“-Folgen innerhalb der S/W-Staffel, die von der Fan-Gemeinde als „Must See“ eingestuft werden, und dazu zählen meist „der Staffel-Opener“ „Die Stadt ohne Rückkehr“, „Die fehlende Stunde“, „Club der Hirne“, „Weihnachten – Ein Alptraum“, „Die Nacht der Sünder“, Charles Crichton’s „Club der schwarzen Rose“ oder „Das Häuschen im Grünen“; nun, ich persönlich reihe in diese Kategorie da neben „Ausverkauf des Todes“ sicherlich auch „Das Mörderinstitut“ (Regie: Peter Graham Scott) ein, eine Episode, die über zahlreiche sehr gute Dialoge (Drehbuch: Tony Williamson) verfügt und in der sich auch die „relationship“ zwischen „Steed & Peel“, innerhalb der S/W-Staffel betrachtet, irgendwie „weiterentwickelt & vertieft“; „Your blind date. What was she like?“ („Peel“ zu „Steed“ bezüglich seines „Blind Date“ mit einer gewissen „Miss Wakefield“, die aber in Wahrheit eine Auftragskillerin im Namen des „marriage bureau“ ist und, wie „Richard Hannay“ in Hitchcock’s Die 39 Stufen, offenbar die kanadische Staatsbürgerschaft besitzt) – zur Story: Am Beginn steht die Ermordung des Geschäftsmannes Jonathan Stone (Edward Underdown) durch Barbara Wakefield im Rahmen eines „Blind Date“ (Worte von JONATHAN STONE zu MISS WAKEFIELD, die von der tatsächlich aus Kanada stammenden „actress“ Suzanne Lloyd gespielt wird, die man seinerzeit beispielsweise auch in diversen „Simon Templar“-Folgen an der Seite von Roger Moore sehen konnte: „Nun, da wir uns gegenüberstehen. Entspreche ich Ihren Erwartungen?“), er wird von ihr mit einer (für die Serie fast schon obligatorischen) Pistole mit Schalldämpfer vor einem Aquarium erschossen; Steed setzt sich daraufhin mit elf geheimnisvollen Mordfällen auseinander, bei denen der Zusammenhang fraglich ist und zu denen auch der „Mordfall Stone“ gehört (Dialog zwischen Macnee & Rigg in „Steed’s Apartment“, bezüglich der Morde: JOHN STEED: „Elf Morde in sechs Monaten. Keine Hinweise, keine Motive, keine Verdächtigen. Oder genauer gesagt: Alle, die ein Motiv gehabt haben könnten, waren praktischerweise zur Tatzeit woanders“ / EMMA PEEL: „Zufällig?“ / JOHN STEED, der auf ein großes Blatt Papier eine Art „Verlaufs-Kurve“ gezeichnet hat: „Die Grafik sagt nein. Danach deutet alles auf elf sorgfältig geplante Morde hin. Die Wahrscheinlichkeit, dass es Zufall ist, liegt im Bereich von...“ / EMMA PEEL: „Siebenundzwanzig Millionen zu eins. Das ist nur grob gerechnet. Sie können den exakten Wert haben, wenn Sie wollen. [...] Leider wird Ihnen keine Rechnung verraten, wer die Taten begangen hat“); in der Folge stattet Steed dem Fotografen Beale (John Forgham) einen Besuch ab (der „voller Enthusiasmus agierende“ BEALE zu einem FOTOMODELL, das in seinem Atelier gerade für ihn posiert: „Ich brauche ein bisschen Charme, ein bisschen Bein, ein bisschen was Französisches. Versuchen wir’s mal aus der Perspektive. Und jetzt lass deinen Charme sprühen. [Steed, der mittlerweile ebenfalls im Atelier ist, setzt dem Model, das nur eine lange weiße Bluse trägt und somit sehr viel Bein zeigt, seine Melone auf & gibt ihr seinen Schirm]. Das ist stark, das ist fantastisch! Ja, genau richtig, das ist der Knaller! Eins, zwei, das ist Paris!“), welcher Fotos von sämtlichen späteren Opfern gemacht hat, und zwar für das reichlich dubiose und sehr exklusive Heiratsinstitut „Togetherness“, in dem Steed dann als „wohlhabender Junggeselle auf der Suche nach einer Partnerin“ vorstellig wird (MR. ADRIAN LOVEJOY, der Leiter des Instituts, zu JOHN STEED: „Kompatibilität ist der Schlüssel, Mr. Steed“), während Mrs. Peel, getarnt als „writer“ für das „Industrial Time Magazine“, die Witwe von Stone (Naomi Chance) besucht, da Jonathan Stone seltsamerweise der einzige Mann unter den elf Opfern war, der verheiratet gewesen ist...; wie gesagt: „The Murder Market“ verfügt über „a lot of great dialogues“, sodass einem eine Auswahl fast schwerfällt; „progressive“ & sehr mutig in allen Belangen war Mit Schirm, Charme und Melone ja immer schon, wovon natürlich, unnötig zu sagen, allein schon die Figur der „Mrs. Peel“ zeugt, aber auch folgender Dialog zwischen Macnee und „Lovejoy“ Patrick Cargill weist „ein interessantes Detail“ auf, da Macnee extra betont, dass „his future partner“ doch eher eine Frau sein sollte: MR. ADRIAN LOVEJOY: „Nur noch eins, haben Sie hinsichtlich Ihres Ehepartners besondere Präferenzen?“ / JOHN STEED: „Ich würde schon auf eine Frau wertlegen“ / MR. ADRIAN LOVEJOY: „...Ja...ich wollte eigentlich nur wissen, ob Sie bei ihr auf besondere Eigenschaften wertlegen“ / JOHN STEED: „Nein, es genügt, wenn sie ordentlich im Sattel sitzt, leidlich Bridge spielt, einen trockenen Martini mixt und ein passables Soufflé hinkriegt. Im Grunde könnte man sagen, ich suche eine gute Allrounderin“ (aus: „Das Mörderinstitut“); in der Episode besucht „Emma Peel“ „John Steed“ mehrfach in seiner Wohnung, und dort ist es auch, wo man Zeuge einer Art „Streit“ zwischen Macnee & Rigg wird, in dem es darum geht, dass sie beide den Tod eines gewissen „Mr. Henshaw“, der, so wie Rigg zufällig in dessen Wohnung mitbekommen hat, wiederum von „Miss Wakefield“ (Kommentar von JOHN STEED: „Da frag‘ ich mich doch, ob die wirklich einen Mann sucht. Ich hab‘ das dumpfe Gefühl, dass da das Heiratsinstitut mit drin steckt. Die machen aus dem Hochzeitsmarsch ein Requiem“) ins Jenseits befördert worden ist, nicht verhindern haben können, weil Macnee bei einer nächtlichen Untersuchung des Heiratsinstitutes „too late“ auf den „Henshaw“-Tötungsauftrag gekommen ist: EMMA PEEL: „Sie wussten, was passiert! Sie hätten es verhindern müssen!“ / JOHN STEED: „Ich wusste es nicht! Und als ich es erfahren habe, habe ich Sie sofort dahin geschickt!“ / EMMA PEEL: „Zu spät!“ / JOHN STEED: „Nicht meine Schuld, nach unserem Gespräch hab` ich’s bei Henshaw versucht! Ich wollt‘ ihn warnen, aber er ist nicht rangegangen!“ / EMMA PEEL: „Ach...ich hab’s auch nicht viel besser gemacht. Der Mörder ist direkt an mir vorbeigelaufen. [...]“ (aus: „Das Mörderinstitut“); wie erwähnt taucht auch das Hitchcock’sche „Mord im Tausch“-Motiv aus seinem nach einer Vorlage von Patricia Highsmith entstandenen Klassiker Der Fremde im Zug aus 1951 in der „Avengers“-Episode auf, denn das „marriage bureau“, welches eben in Wahrheit ein „murder market“ ist, bietet „Steed“ an, seinen (von ihm frei erfundenen) „reichen Cousin, der angeblich zwischen ihm und dem Familienvermögen steht“ zu ermorden, während er selbst „Mrs. Peel“ töten soll, die, als sie ebenfalls als Kundin im Institut auftauchte, von „Miss Wakefield“ als jene Frau enttarnt wurde, welche sie vom „Henshaw“-Tatort hat weglaufen sehen (Kommentar von JOHN STEED zu MR. ADRIAN LOVEJOY & dessen Assistenten „WALTER DINSFORD“ PETER BAYLISS bezüglich der geplanten Vorgehensweise bei den Morden, die jedem ein Alibi bietet: „Mord im Tausch. Sehr erfinderisch. [...]“); ein „Highlight atmosphärischer Natur“, das angesichts der vielen Innenaufnahmen deutlich hervorsticht, ist sicherlich auch die zumindest überwiegend „on Location“ gedrehte „Mrs. Peel gets buried“-Szene, denn Rigg, die, gleichsam als Beweis für ihren Tod, zunächst „als eine in einer Halle aufgebahrte Leiche in einem offenen Sarg“ agiert, wird quasi, unter den Augen von „Steed“, „Lovejoy“ & Co, dann scheinbar auf einem imposanten „Gothic Cemetery“ beerdigt oder eben „lebendig begraben“; was den obligatorischen „final fight“ anbelangt, so ist dieser hier so geartet, dass „Mrs. Peel“, während „Steed“ mit „some men“ beschäftigt ist, gleich gegen zwei Frauen kämpft, nämlich gegen „Miss Wakefield“ & gegen die eigentliche Chefin des „mörderischen Heiratsinstituts“, wobei Rigg gegen Ende des Kampfes die benommene „Auftragskillerin Barbara Wakefield“ in Macnee’s Arme befördert und ihm „zu seinem Fang“ gratuliert: „Congratulations“ (EMMA PEEL zu JOHN STEED im Original)].
Dieses „A bachelor and a married woman“-Szenario führt bei dem Milchmann umgehend „zum Erfolg“ [MILCHMANN: „Warum sind Sie damit nicht gleich rausgerückt? Ich wollt ja nur wissen, was los ist. Erzählen mir `ne Räuberpistole von Mördern und Ausländern“] und er übergibt Hannay bereitwillig seine „clothes“. Nachdem er seinem Helfer, als Entschädigung, ein Pfund überreicht hat, verlässt er, „dressed as a milkman“, das Haus.
Ortwechsel. Auf einem Bahnhof steht ein Zug mit der Aufschrift „FLYING SCOTSMAN“, der bereit scheint, sich, wie rechts von dem „Big Train“ auf einer Art „Anzeige“ zu lesen ist, „TO SCOTLAND“ in Bewegung zu setzen [Anmerkung: Agenten: Teil 8: „The Man from Scotland“ in seinem 18. Abenteuer: „JAMES BOND 007“ PIERCE BROSNAN: „Weißer Springer an Weißer Turm. Ich habe den Bereich evakuiert. Fragen Sie den Admiral, wohin er seine Bomben geliefert haben möchte“ (aus: Der Morgen stirbt nie; Funkspruch von „James Bond“ Pierce Brosnan innerhalb der Vortitel-Sequenz ans Hauptquartier in London aus einem Kampfjet, an dem sich zwei Nuklear-Torpedos befinden und den der Agent gerade noch rechtzeitig aus einem „Terrorist Arms Bazaar on the Russian Border“ „entwendet“ hat, bevor dort eine voreilig von einem britischen Admiral auf den Weg geschickte Rakete eingeschlagen wäre) – nun, zwischen GoldenEye, in dem es bekanntlich eine Szene in einem „big train“ gibt, und Die Welt ist nicht genug (1999), in dem einige Schottland-Szenen mit Brosnan präsentiert wurden, war „Tomorrow Never Dies“ (OT; 1997) platziert, der in manchen Bond-Polls, die Brosnan-Ära betreffend, sogar als „Brosnan’s `best`“ eingestuft wird, obwohl das von Roger Spottiswoode inszenierte Werk aufs Erste eher wie ein Roger-Moore-Bond daherkommt und nicht die (Pseudo-)Tiefe von GoldenEye besitzt, wobei die Action in „Der Morgen...“ dann andererseits, man denke da nur an diesen aufregenden „motorcycle chase“ durch Saigon, weit weniger „unglaubwürdig“ ist wie z. T. jene in der Ära von Moore; „Darling, you’ve won / It’s no fun / Martinis, girls and guns / It’s murder on our love affair / [...] But you’re not the only spy out there“ (aus dem passablen Titelsong von Sheryl Crow, von der ich, das sei nebenbei erwähnt, ein Fan bin) – zur Story: Nachdem ein Schiff der Royal Navy im chinesischen Meer gesunken ist, vermutet der MI6, dass der in der Tat größenwahnsinnige Medien-Mogul Elliot Carver (im Grunde gnadenlos `overacted` von Jonathan Pryce, wobei dieses „Over-Acting“, wenn man an aktuelle weltweite Entwicklungen & diesbezügliche „Role-Models“ denkt, gar nicht mehr so weit von der Realität entfernt scheint) das Schiff durch ein GPS-Signal vom Kurs abgebracht hat, um einen Krieg anzuzetteln, und das im Austausch gegen exklusive chinesische „Broadcasting“-Rechte; Bond erhält den Auftrag, sich Carver’s Organisation näher anzuschauen, und trifft dabei nicht nur auf Carver’s nunmehrige Ehefrau Paris, die eine „former flame“ Bonds ist („M“ Judi Dench zu Brosnan während der Fahrt in einer Limousine bezüglich der von Teri Hatcher gespielten „Paris Carver“: „Bringen Sie sich wieder in Erinnerung. Und dann quetschen Sie ein paar Informationen aus ihr raus“), sondern auch auf die chinesische Agentin Wai Lin (Michelle Yeoh); aufgrund ihrer „wiederaufgefrischten `relationship`“ zu Bond, „she tries to help him“, lässt Carver seine Frau ermorden; in weiterer Folge kommt es zu einer Zusammenarbeit zwischen Wai Lin & 007 (JAMES BOND zu WAI LIN: „Sie haben den richtigen, dekadenten, korrupten, westlichen Agenten als Partner“); Carver’s diabolische Pläne (Original-Zitat von ELLIOT CARVER: „The distance between insanity and genius is measured only by success“) werden vollständig enthüllt und im Finale tötet Bond Carver und bleibt dann (JAMES BOND zu WAI LIN, den letzten Satz im Film sprechend: „Let’s stay undercover“) mit seiner chinesischen Kollegin „undercover“...; Pierce Brosnan war, wenn die Macher halt eine entsprechende Szene ersonnen haben, durchaus in der Lage, der „James Bond“-Rolle so etwas wie emotionale Tiefe zu verleihen, und Brosnan konnte Gefühle wie Verlust, „Tenderness“ oder Zorn überzeugend ausdrücken, wobei er aber auch ein begnadeter „`gleichgültiger` Ablieferer“ von „One-Liners“ war (JAMES BOND, nachdem er einen Carver-Handlanger in eine Druckerpresse voll mit Zeitungspapier befördert hat: „Heutzutage drucken die auch wirklich alles“); während die „chemistry“ zwischen dem damaligen Martial-Arts-Superstar Michelle Yeoh (mein Michelle-Yeoh-Favorite: Tai Chi mit Jet Li von Regisseur Yuen Woo-ping aus 1993) und Brosnan irgendwie „nicht sehr überzeugend jenseits einer zwischenstaatlichen Zusammenarbeit von `agents` ist“ und eher von „minimal heat“ geprägt ist, war zumindest der „Approach“ in der „007 & Paris Carver“-Geschichte (PARIS CARVER zu JAMES BOND: „Sag mal, James. Schläfst du immer noch mit deiner Waffe unter dem Kopfkissen?“) ein neuer, auch wenn das Ganze unter Teri Hatcher‘s etwas hölzerner Perfomance leidet, welche die zahlreichen „well-written dialogues“ leider abschwächt; „Was war der Grund, James? Hast du dich eingeengt gefühlt? Bin ich dir einfach nur zu nahegekommen?“ (Frage von Teri Hatcher an Pierce Brosnan, die dem Grund nachspürt, warum er damals, als sie sozusagen noch „single“ war, nach einem `Ich bin gleich wieder da`-Satz nie mehr aufgetaucht ist) – mit dieser „past-relationship with Teri Hatcher’s character“ gibt es da gleichsam einen „personal stake“ innerhalb der 18. Mission von 007, und das ist etwas, was die Bond-Macher dann bekanntlich in den Filmen mit Daniel Craig weiterentwickelt und konsequent ausgebaut haben; „überraschend“ ist durchaus auch der „touching way“, mit dem Bond auf den Tod von „Paris Carver“ reagiert, aber vor allem die Szene, die dem Eintreffen von Hatcher im Hamburger Hotelzimmer von 007 vorausgeht, nämlich jene, in der sich der Agent praktisch „vereinsamt“ und „in Gedanken“ über eine Flasche Wodka hermacht, gehört sicherlich mit zu den besten der Brosnan-Ära – das hätte es unter Roger Moore wohl nicht bzw. nicht in dieser Form gegeben!; „Ich glaube, wir sollten für meine Frau einen Termin bei unserem Doktor vereinbaren“ (Copyright: ELLIOT CARVER) – was die „villains“ betrifft, so wirken eben der „media mogul“ Jonathan Pryce und auch der von Götz Otto verkörperte „Mr. Stamper“, der sich in die Reihe von, wenn man so will, „Aryan Henchmen“ innerhalb der Bond-Serie einreiht, sicherlich „over the top“, nicht notwendigerweise hingegen „Dr. Kaufman“ Vincent Schiavelli, welcher „Paris Carver“ tötet und auch 007 eliminieren soll, was selbstredend ein „aussichtsloses Unterfangen“ ist (Dialog bevor sozusagen Brosnan Schiavelli erschießt: DR. KAUFMAN: „Warten Sie, ich bin nur ein Profi, der seine Arbeit erledigt“ / JAMES BOND, richtet die Waffe gegen „Kaufman’s“ Kopf: „Ich ebenfalls“); der Regisseur Spottiswoode, der grundsätzlich einmal, wie zahlreiche Bond-Fans, ein Anhänger der „Suspense“ und der „guten Stories“ der frühen Filme mit Connery ist, kann, da er in jüngeren Jahren auf Filmsets gleichsam Sam Peckinpah assistiert hat, in gewisser Weise als Schüler des Action-Maestros (z. B.: 1972: Getaway) angesehen werden, welcher bekanntlich so etwas wie ein „visueller Poet“ und „famous“ für die Verwendung von „Slow Motion“ war; und auch in Der Morgen stirbt nie, bei dem die Kameraarbeit des Paul-Thomas-Anderson-„collaborator“ Robert Elswit, der darüber hinaus ebenso bei einigen Teilen der Mission-Impossible- & Jason-Bourne-Franchises als „Director of Photography“ agierte, ohnehin als „gorgeous“ zu bezeichnen ist, hat Spottiswoode ebenfalls in einigen Sequenzen Zeitlupe verwendet, allerdings nur in einer „milden, nicht prätentiösen Form“, aber dennoch war das bis dato nicht unbedingt üblich bei einem James-Bond-Film; obwohl die Dreharbeiten nicht ohne „kreative Spannungen diverser Natur unter diversen Beteiligten“ abgelaufen sein sollen, hat der Regisseur bezüglich der Zusammenarbeit mit Brosnan später gemeint: „He and I were in sync on what he was doing, and he did it tremendously“ (Copyright: Roger Spottiswoode)].
Während auf dem Bahnsteig diverse „newspapers and magazines and other things“ [ZEITUNGSVERKÄUFER, aus dem Off rufend: „Zeitungen, Zeitschriften, Schokolade“] verkauft werden, blickt Richard Hannay aus dem Fenster eines Zugabteils, bevor eine Trillerpfeife die Abfahrt des „Zuges nach Schottland“ einleitet. „At the same moment“ treffen, was Hannay mitbekommt, seine zwei Verfolger, die „two spies“, auf dem Bahnsteig ein und laufen dem abfahrenden Zug noch hinterher...vergeblich.
Währenddessen öffnet eine etwas betagtere Frau, die anscheinend die Putzfrau ist, die Wohnung von Hannay und findet die Leiche von „Miss Smith“. Angesichts dieser „Tragic Early Morning Discovery“ schreit sie entsetzt auf.
Ortswechsel. Der „Flying Scotsman“ fährt aus einem Tunnel [was „the other way around“ und in „Hitch’s“ US-Klassiker Der unsichtbare Dritte (1959) mit Cary Grant & Eva Marie Saint ein nahezu ikonisches Bild innerhalb des Werkes von Hitchcock ist und dort dem Suspense-Meister bekanntlich auch als Metapher für Sexualität diente (Anm.)].
Richard Hannay hat in seinem Abteil mit Müdigkeit zu kämpfen und lehnt den Kopf gegen das Fenster, während sich zwei „Commercial Traveller“, zwei Geschäftsreisende [gespielt von Gus McNaughton & Jerry Verno], über Damenunterwäsche unterhalten, die der eine dem anderen quasi präsentiert, indem er ihm „Musterexemplare“ aus seinem Koffer zeigt [Auswahl aus den Dialogen bezüglich „neuartiger `Ladies‘ Underwear`-Modelle“: GESCHÄFTSREISENDER I: „Das muss man ja sagen, sie sind jetzt viel hübscher als vor 20 Jahren“ / GESCHÄFTSREISENDER II: „Vor allem freier. Man fühlt sich freier drin“ / GESCHÄFTSREISENDER I: „Das war längst fällig. Man fragt sich heute, wie sie den altmodischen Kram ertragen haben. Alle Kurven hinter Gitterstäben. [...]“].
Als der Zug hält, man scheint bereits irgendwo in der Nähe von Edinburgh zu sein, steigt „ein vierter Mann“, der sich ebenfalls im Abteil befunden hat und der etwas „peinlich berührt“ von dem „schlüpfrigen Thema“ der beiden „Traveller“ war, aus und einer der Geschäftsreisenden streckt seinen Kopf durch das Zugfenster und kauft sich eine aktuelle Tageszeitung, in der er dann auch umgehend zu lesen beginnt [GESCHÄFTSREISENDER I: „Sowas, [...] schon wieder eine Frau im West End umgebracht worden. [...] Frau in Etagenwohnung im West End umgebracht. [...] In einem Apartmenthaus im Portland Place“].
„Woman murdered in West End flat“...Hannay ist daraufhin sofort alarmiert, während der zweite Geschäftsreisende meint, dass die Tatsache, dass der Mord in der Nähe der BBC passiert sei, irgendwie passend scheine [GESCHÄFTSREISENDER II: „Ganz in der Nähe der BBC. Ein geeigneter Ort, um jemanden einzuschläfern“].
Da er selbst namentlich in dem Zeitungsartikel als Wohnungsmieter erwähnt ist, bittet er den Geschäftsreisenden um die Zeitung, in der sich tatsächlich, neben einem Bild von Hannay, auf dem er mit einem großen Hut abgebildet ist, ein umfassender Artikel über die „WOMAN FOUND DEAD IN FLAT“ befindet und wo auch von einem „Mystery of Missing Canadian Ranger“ die Rede ist.
Hannay blickt hinüber zu den Geschäftsreisenden [Hitchcock verwendet hier auch kurz seine später obligatorisch gewordene subjektive Kameraperspektive und zeigt gleichsam das Gesicht eines der Geschäftsreisenden aus der Position von Robert Donat, während man im unteren Abschnitt des Bildes die Zeitung sieht (Anm.)], bedankt sich für die „newspaper“ und steigt dann hastig aus, um sich, so scheint es jedenfalls für die beiden „Commercial Traveller“, auf dem Bahnsteig die Beine zu vertreten.
Er erblickt einen Polizisten, der gerade mit einem Mann, der ebenfalls eine Zeitung in Händen hält, ein Gespräch führt. Hannay geht auf die beiden „men“ zu und... [POLICEMAN zu dem MANN MIT ZEITUNG, als RICHARD HANNAY vor ihnen steht, dessen „Canadian-Ranger“-Bild beide im Grunde gerade in der besagten Zeitung vor sich haben: „Da gibt’s genug Beweise, um jeden an den Galgen zu bringen“] ...will dann wieder umdrehen, als der Polizist... „What can I do for you, Sir?“ ...ihn fragt, was er denn wolle.
Als Hannay aber die Frage nach der nächsten „station“ stellt, in der der Zug halten werde, gibt sich der Polizist... „Do you think I’m a railway supporter? Go in and find out for yourself“ ...leicht empört und erklärt sich als „völlig unzuständig für die Frage“.
Da der Zug offenbar wieder in Begriff ist, sich in Bewegung zu setzen, eilt Hannay zurück zu diesem und springt in sein Abteil [Anmerkung: Agenten: Teil 9: „Das 13. Loch“ – ein weiteres Beispiel für eine gelungene Mit Schirm, Charme und Melone-Folge: „Steed Finds a Bogie, Emma Gets a Birdie“: „EMMA PEEL“ DIANA RIGG zu „JOHN STEED“ PATRICK MACNEE, in der Originalfassung: „Fear not, for ere this day is done, you shall have a hole in one. I’m your fairy godmother“ (aus: „The 13th Hole“ [OT]; Satz, den die „gute Fee im Lederoutfit“ Diana Rigg spricht, die gerade „aus dem Gebüsch“ gesprungen ist, um mit Patrick Macnee zu sprechen, der sich mitten in einer Partie Golf gegen den Bösewicht „Frank Reed“ befindet, denn sie manipuliert heimlich das Spiel zu seinen Gunsten; in der deutschen Fassung sagt Rigg das ungleich „banaler“ daherkommende: „Nicht traurig sein. Bald rollt das kleine, weiße Ding in Nummer 1 hinein. Ich bin die gute Fee aus dem Märchenland“) – das wohl berühmteste Golfspiel der Filmgeschichte findet zweifellos zwischen „James Bond“ Sean Connery & „Goldfinger“ Gert Fröbe in dem James-Bond-Movie Goldfinger statt, in dem sich, wie bereits erwähnt, auch Patrick Macnee’s „Ex-Mit Schirm, Charme und Melone-Partnerin & `Catherine Gale`-Darstellerin“ Honor Blackman tummelt und letzten Endes mit Connery, dem „007 from Scotland“, zusammentut; nun, die Episode „Das 13. Loch“ (Regie: Roy Baker / Drehbuch: Tony Williamson), welche Teil der S/W-Staffel ist, bietet, und das nicht nur bei den diversen Golf-Partien von Macnee, amüsante Hommagen an den Bond-Klassiker auf; „Ich will, dass Sie das Spiel gewinnen“ (Diana Rigg zu Macnee; sozusagen der „Nachsatz“ zu dem „Ich bin die gute Fee aus dem Märchenland“-Sager) – zur Story: Der Agent Ted Murphy hatte den vergleichsweise einfachen Auftrag, im „Craigleigh“-Golfclub einen Wissenschaftler namens Dr. Peter Adams (Peter Jones) zu observieren (aus einem auf Murphy’s Auftrag Bezug nehmenden Dialog in der Wohnung des verstorbenen Agenten: EMMA PEEL: „Womit war er beauftragt?“ / JOHN STEED: „Das ist ja das Eigenartige. Nur mit alltäglichen Aufgaben. Er hatte ein paar Wissenschaftler zu überwachen. Offensichtlich ist er auf etwas nicht so Alltägliches gestoßen“), doch beim 12. Loch auf dem Golfplatz wurde dieser von einem Mann namens Frank Reed (Patrick Allen) erschossen, und zwar mit dem „Eisen 303“ aus dessen „Golf Bag“, das in Wahrheit ein Gewehr ist; Steed & Mrs. Peel untersuchen den Fall (EMMA PEEL zu JOHN STEED: „Ich wundere mich, warum er immer nur bis zum 12. Loch gespielt hat“) und „checken“ in der Folge bei dem besagten Golfclub in der „area“ von Surrey ein, in dem sich, neben Reed, ein Haufen ominöser Gestalten tummeln, darunter Colonel Watson (Hugh Manning) sowie der Caddy Jackson (Victor Maddern) oder der (von Donald Hewlett verkörperte) Club-Kapitän Waversham (WAVERSHAM zu EMMA PEEL, die im Clubhaus an einem Tisch sitzt und von dessen „Annäherungsversuchen auf der Basis von `bad jokes`“ sichtlich wenig begeistert ist: „Endlich allein. Jetzt hab‘ ich Sie in meiner Gewalt“), und versuchen das Geheimnis zu erforschen, das sich hinter dem besagten tödlichen Loch 13 verbirgt (JOHN STEED zu COLONEL WATSON & zu dem Clubmanager „COLLINS“ FRANCIS JACKSON: „How about the 13th? [...] They say it’s a hard one to finish“)...; nun, diese durchaus spannende Episode ist grundsätzlich einmal geprägt von den zahlreichen Außenaufnahmen auf dem Golfplatz, was dem Ganzen eine gewisse „filmische Note“ verleiht und sie gleichsam über das damalige „TV-Niveau“ hinaushebt; außerdem sind in „The 13th Hole“ zahlreiche fantastische Großaufnahmen von Diana Rigg, die hier gänzlich in ihrer Emma-Peel-Rolle angekommen scheint, enthalten, wobei einige dieser Großaufnahmen vergleichsweise „warmherzige“ Gesichtsausdrücke der „actress“ präsentieren – ich persönlich bin jedenfalls stets von neuem von Diana Rigg’s „facial expressions“ begeistert, wenn ich mir die Folge zu Gemüte führe; während Macnee seine großen Momente bei den beiden Golf-Matches gegen „Frank Reed“ & „Dr. Adams“ hat, die etwas Parodie-Artiges besitzen (z. B. schneidet Macnee den Rasen um den Golfball herum mit einer Art Nagelschere usw.) und außerdem deutliche Anleihen, das Mogeln betreffend, bei Goldfinger nehmen, so ist „Mrs. Peel“ in zahlreiche „Fights“ und gefährliche Situationen verwickelt; Rigg bekommt es gleich zu Beginn, als sie zunächst allein die Wohnung des ermordeten Agenten betritt, mit einem Mann mit Strumpfmaske zu tun, mit dem sie sich einen wüsten Kampf liefert, der abermals so angelegt ist, als ob sich gleichsam „two men“ miteinander schlagen würden, was eben für damals absolut neuartig/innovativ war; auf dem Golfplatz wird sie dann beinahe von einem „führungslosen“ Caddy-Wagen überfahren, als sie sich in einer Sandgrube in der Nähe des 13. Loches befindet; Apropos Sandgrube: In einer solchen kommt es im Verlauf der Geschichte auch zu einer „Rauferei von Mrs. Peel“ mit dem Clubmanager „Collins“, bevor dieser dann, als er die Grube verlässt, von einem Golfball tödlich am Kopf getroffen wird, der sogar die Clubinitialen auf der Schläfe hinterlässt (Dialog in der Sandgrube zwischen Macnee & Rigg, der sich auf die Sache mit „Collins“ bezieht und der dann „oben auf dem Rasen“ endet: JOHN STEED: „[...] Hier muss eine Art Rauferei stattgefunden haben. Eine Art Ringkampf. Und diese Fußabdrücke“ / EMMA PEEL: „Sind meine. Wo waren Sie? Ich bin um den halben Golfplatz gelaufen“ / JOHN STEED: „Ich habe unsichtbare Männer gejagt. Mit wem haben Sie sich hier rumgeschlagen?“ / EMMA PEEL: „Mit Mr. Collins. Er liegt oben auf dem Rasen“ [Steed & Peel verlassen die Grube und finden allerdings keine Leiche von Collins mehr vor] / EMMA PEEL: „[...] Aber er lag hier. Genau hier. Erschossen mit einem Golfball“ / JOHN STEED: „Was?“ / EMMA PEEL: „Mit den Clubinitialen. Dann hörte ich ein Geräusch und dann sah ich so eine Art Ein-Mann-Tank, auf dem ein riesiges Gewehr montiert war“); in Goldfinger sagt „007“ Sean Connery zu „Jill Masterson“ Shirley Eaton in einer berühmten & der „Jill Masterson becoming `The Golden Girl`“-Szene vorausgehenden „bed-scene“ den Satz „Jetzt ist er abgestanden“ und greift dann hinunter zu der vorher fürs Publikum nicht sichtbaren 53er-Dom-Pérignon-Flasche, die sich in einem Sekt-Kühler befindet, woraufhin Shirley Eaton meint: „...Ach, der Wein“; nun, eine Hommage an diese „Schlüpfrigkeiten“ aus dem Bond-Film findet sich auch am Schluss von „Das 13. Loch“, denn als „The Avengers“ Macnee & Rigg sich, wie damals in der S/W-Staffel „in the end“ üblich, vom Ort des Geschehens mit einem Vehikel entfernen, und in dieser „Golf-Folge“ ist dies ein Caddy-Wagen, hantiert Macnee sozusagen zunächst außerhalb des Bildausschnitts mit etwas und es entsteht folgender zweideutiger Dialog, der der Enthüllung, dass es sich auch hier lediglich um eine Flasche Alkohol handelt, die Macnee da zu öffnen versucht und dann eben öffnet, vorangeht: EMMA PEEL: „Ob man das wohl mit einem Schlag schafft?“ / JOHN STEED: „Na, und ob. Immer mit der Ruhe, ich muss ihn ja erst in die richtige Lage bringen“ / EMMA PEEL: „Sie hatten ja viel Übung“ / JOHN STEED: „Ja, aber es ist eine schwierige Prozedur. Aah...es kommt nur auf die Bewegung aus dem Handgelenk an. Das ist die ganze Kunst“ (aus: „The 13th Hole“); das wahre Highlight, neben den wunderbaren Gesichtsausdrücken von Diana Rigg, stellt aber keine Kampfszene oder dieser etwas „schlüpfrige“ Schluss-Dialog dar, sondern die gemeinsame Partie Mikado, die „Steed & Peel“ einmal im Clubhaus scheinbar zum Zeitvertreib spielen und dabei die „neuesten Entwicklungen des Falls“ besprechen].
„Back inside the train“ sind die beiden Geschäftsreisenden offenbar gerade dabei, sich diverse Witze zu erzählen [Auszug: GESCHÄFTSREISENDER I: „Hab‘ ich dir den schon erzählt von der Lady und dem Torero? [...] `Ne junge Lady kommt nach Madrid und...“], aber Hannay schnappt sich seinen Mantel, streift sich diesen über und verlässt schlagartig das Abteil und somit auch die beiden „Spaßvögel“.
Draußen im Gangbereich des „Flying Scotsman“ blickt er dann aus dem Fenster. Als er das tut, nähert sich ihm jemand vom „Bordpersonal aus dem Speiswagen“ und klopft ihm, was Hannay natürlich erschreckt, auf die Schulter und der Mann... „Taking Tea, Sir?“ ...fragt ihn, ober er einen Tee nimmt. Der „Passenger“ bejaht die Frage [RICHARD HANNAY: „Jaja, gleich“] und merkt kurz darauf, dass sich ein Polizist in Zivil und „some policemen in uniform“ bereits ebenfalls innerhalb des Zuges befinden und, auf der Suche nach ihm, einen Blick in die diversen Abteile werfen [Anmerkung: Agenten: Teil 10: „Steed Goes Off the Rails, Emma Finds Her Station in Life“: „EMMA PEEL“ DIANA RIGG, betritt John Steed’s Wohnung: „Steed. [stolpert über eine Leiche, die hinter der Eingangstür auf dem Boden liegt] Ups! Sie sollten mal ein ernstes Wort mit Ihrer Putzfrau sprechen“ / „JOHN STEED“ PATRICK MACNEE: „Er wollte mich umbringen“ / EMMA PEEL: „Höchst asozial“ (aus der Mit Schirm, Charme und Melone-Episode „A Funny Thing Happened on the Way to the Station“ [OT]; „Ups! You really must have a word with that cleaning lady of yours“: Macnee hatte gerade Besuch von einem „assassin“, dessen Leiche Rigg auf dem Boden vorfindet, da der Killer, aufgrund eines geschickten Manövers des Agenten, seine für „Steed“ gedachte Pistolen-Kugel nach dem Öffnen der Eingangstür selbst abbekommen hat) – die Farbstaffel der „Avengers“ ist ja mitunter gespickt mit „abenteuerlichen / wahrlich `fantastischen` / völlig unrealistischen“ Geschichten, man denke da nur an die titelmäßig an den Bond-Klassiker angelehnte „Verband der Venusianer“-Episode „From Venus With Love“ (OT) oder an das „Starkstrom-lastige“ „The Positive Negative Man“ (OT) oder an die „Steed wird auf Taschenformat geschrumpft“-Episode „Mission – Highly Improbable“ (OT); „A Funny Thing Happened on the Way to the Station“ hingegen, der wenig gelungene deutsche Titel lautet „Diesmal mit Knalleffekt“ (Regie: John Krish / Drehbuch: Bryan Sheriff), bildet in gewisser Weise eine wohltuende Ausnahme innerhalb der „in Color“ gedrehten Episoden mit Rigg & Macnee, denn sie ist vergleichsweise „Down to Earth“ und verhält sich ein wenig zu diversen anderen Farbstaffel-Folgen so, wie sich der „realistische“ Moore-Bond „In tödlicher Mission“ (1981) zu dem „spacigen“ Vorgänger „Moonraker – Streng geheim“ (1979) verhält; „Ich möchte Sie bitten, sich einmal diesen Schirm anzuhören“ (Bitte von „Emma Peel“ Diana Rigg an den „betagten Zug-Fan“ „Mr. Crewe“ John Laurie, sich die Aufnahmen anzuhören, die der mittlerweile verschwundene „John Steed“ in einem Zug mit einem in den Griff seines Regenschirms eingebauten Aufnahmegerät gemacht hat) – zur Story: Der Agent Lucas (Michael Nightingale), ein Kollege von Steed & Peel, wird auf einem Bahnhof von zwei Killern verfolgt, die dieser zunächst auch abschütteln kann, indem er einen der beiden eliminiert; anschließend steigt er in einen Zug, in welchem vom „Ticket Collector“ (James Hayter) über ein dubioses „Brautpaar“ (Drewe Henley & Isla Blair) bis hin zum Speisewagen-Angestellten (Peter J. Elliott) alle „sehr verdächtig“ sind und was im Schilde zu führen scheinen; während John Steed und Mrs. Peel auf Lucas in der Station Norborough warten, wird dieser mit der Hilfe eines falschen und eben mit „Norborough“ betitelten Bahnstation-Schildes bei einer in Wahrheit stillgelegten „station“ aus dem Zug gelockt und vom „Bräutigam“ ermordet; John & Emma durchsuchen den Zug, als dieser das echte Norborough passiert, und können ihren Kollegen Lucas nicht finden, jedoch taucht die Aktentasche des Agenten auf (Dialog zw. Macnee & Rigg in einem Abteil: JOHN STEED: „Die hab‘ ich gefunden“ / EMMA PEEL: „Ein einwandfreier Beweis, dass er im Zug ist“ / JOHN STEED: „War. Und dass er Schwierigkeiten hatte. Kein alltägliches Verhalten. Wenn ein Agent fliehen muss und sich in Schwierigkeiten befindet, lässt er etwas zurück, was auf seine Spur führt“ / EMMA PEEL: „Aber wo ist Lucas geblieben? In Norborough haben wir vergeblich auf ihn gewartet und sonst wird auf der Strecke nicht gehalten“ / JOHN STEED: „Ich hab‘ keine Ahnung. [...] Vielleicht finden wir die Antwort hier drin“); diverse Hinweise belasten in weiterer Folge einen gewissen Salt (Tim Barrett), den Sekretär eines Admirals, welcher seinerseits sozusagen „für die Sicherheit der staatlichen Prominenz“ zuständig ist (Ausschnitt aus einem Dialog zwischen Rigg & dem „Admiral“ Richard Caldicot in dessen Büro, wo auch der Sekretär „Salt“ anwesend ist, der dort regelmäßig heimlich Dokumente, die „Top Secret“ sind, abfotografiert: ADMIRAL: „Ich habe das Gefühl, als stünde ich einem Reisebüro vor. [...] Ich treffe die gesamten Reisevorbereitungen für die staatliche Prominenz“ / EMMA PEEL: „Ah, so ist das. Wenn also irgendein wichtiger Mann von A nach B muss, sorgen Sie dafür, dass er bequem reist“ / ADMIRAL: „Ich tue mehr als das. Ich sorge für seine Sicherheit. Schließlich darf man uns ja nicht die halbe Regierung abschießen“)...; nun, „A Funny Thing Happened on the Way...“ hätte ohne Weiteres auch in die S/W-Staffel von Mit Schirm, Charme und Melone gepasst und verfügt über eine ganze Menge an guten Dialogen und „villains“, unter denen vor allem der „Bräutigam“ Drewe Henley allein schon durch sein psychopathisches Lächeln hervorsticht – „Somebody’s train must be late“ (Original-Kommentar von EMMA PEEL, nachdem sie auf dem stillgelegten Bahnhof, auf welchem „Lucas“ ermordet wurde, den Salven aus der „Machine Gun“ des „Bräutigams“ entkommen ist); grundsätzlich „gehört“ diese Folge so etwa ab der Hälfe ganz Diana Rigg, da Patrick Macnee in dem „train“, der unter der Leitung der besagten „villains“ rund um den auf den ersten Blick harmlos scheinenden „Ticket Collector“ James Hayter fährt, „spurlos verschwunden“ ist und eben nur den erwähnten „Schirm samt inkludiertem Aufnahmegerät“ im Abteil zurückgelassen hat; besonders amüsant sind in der Tat die Dialoge zwischen „Mrs. Peel“ und dem „Admiral“, der „stolz darauf ist, fünf große Schlachten im letzten Krieg geschlagen zu haben“ und mit dem Rigg gemeinsam auch den Schreibtisch von „Sekretär Salt“ durchsucht und Hinweise auf dessen „verhaltensoriginelle“ Spionage-Tätigkeit findet (Ausschnitt: ADMIRAL, hat zwei Packungen Fahrkarten in Händen: „Nanu, London-Norborough-Rückfahrkarten erster Klasse. Das dürften wohl an die 100 sein. Ein ausgesprochen Eisenbahn-besessener Bursche“ / EMMA PEEL: „Und alle sind bereits gelocht. Die Hinfahrt. London – Norborough. Sehen Sie das O bei Norborough?“ / ADMIRAL: „Ja. Das O ist ungefähr so groß, dass man...“ / EMMA PEEL: „...Es mit einem Mikrofilm ausfüllen könnte. Natürlich, Salt füllt das O mit einem Mikrofilm aus“ / ADMIRAL: „Der Schaffner stößt ihn beim Lochen wieder heraus“ / EMMA PEEL: „Hokuspokus, die Mitteilung ist weitergegeben. [...]“); erwähnenswert an dieser „guten, alten Spionagegeschichte rund um ein geplantes Attentat“ sind wiederum die „Fights“, die sich Diana Rigg „inside the train“ liefert, denn nacheinander, auf ihrem Weg zu dem gefangengehaltenen Patrick Macnee, kommt es zu einem Kampf im Abteil mit der „Braut“, dann mit dem „Bräutigam“, bei dem ihr letzten Endes der alte „Mr. Crewe“ zur Seite steht (MR. CREWE zu EMMA PEEL, die er an sich drückt, nachdem man mit vereinten Kräften den „Bräutigam“ aus dem Zug befördert hat: „Liebe Mrs. Peel, das Herauslehnen aus dem fahrenden Zug ist doch streng verboten. Es ist viel zu gefährlich“), sowie mit dem „Attendant“ aus dem Speisewagen, was zu einem „Herumwerfen mit Geschirr verschiedenster Sorte“ innerhalb des „dining car“ ausartet; „a funny thing“ ist auch die Schluss-Szene der Episode, denn da sollen „Steed & Peel“ Besuch vom „Prime-Minister“ erhalten und den „Orden des `British Empire`“ für ihre Verdienste bekommen, doch die beiden lassen den Premier samt Entourage letztendlich vor der Tür stehen und vergeblich klingeln, weil sie ihn „nicht gewählt“* haben (finaler Dialog von „Diesmal mit Knalleffekt“: JOHN STEED: „Dann wollen wir so tun...“ / EMMA PEEL: „...Als wären wir nicht zuhause“); *1967 war der Labour-Party-Politiker James Harold Wilson britischer Regierungschef].
Hannay seinerseits erblickt dann „a woman“, die allein in einem „Flying Scotsman“-Zugabteil sitzt und gerade eine Zeitung liest [Anmerkung: Die britische Schauspielerin Madeleine Carroll, der in Die 39 Stufen sozusagen die Rolle der „mutigen Hitchcock-Blondine“ zufällt, ähnelt hier vom äußeren Erscheinungsbild, sie trägt eine Brille & einen Hut, ein wenig Joan Fontaine in Hitchcock’s Verdacht (1941), welche sich dort in der „Train-Scene“, als sie ein Buch liest, plötzlich dem „Hangover-geplagten“ Cary Grant gegenübersieht, wenngleich Carroll nicht ganz so „uptight“, so betont „verklemmt“, wirkt, wie Fontaine das, ganz gemäß ihrer dort doch leicht anders gearteten Rollenvorgabe, zu Beginn von „Suspicion“ (OT) tut].
„Run to You“...der „Flüchtige“ betritt das Abteil, die „woman“ blickt überrascht auf, und der „unknown passenger“... „Darling, endlich hab‘ ich dich gefunden“ [RICHARD HANNAY zu der WOMAN IN THE RAILWAY COMPARTMENT] ...stürzt auf sie zu, setzt sich zu ihr und... „Please Forgive Me“ ...küsst sie unvermittelt [Anmerkung: Die britische Schauspielerin Madeleine Carroll, der in Die 39 Stufen sozusagen die Rolle der „mutigen Hitchcock-Blondine“ zufällt, ähnelt hier vom äußeren Erscheinungsbild, sie trägt eine Brille & einen Hut, ein wenig Joan Fontaine in Hitchcock’s Verdacht (1941), welche sich dort in der „Train-Scene“, als sie ein Buch liest, plötzlich dem „Hangover-geplagten“ Cary Grant gegenübersieht, wenngleich Carroll nicht ganz so „uptight“, so betont „verklemmt“, wirkt, wie Fontaine das, ganz gemäß ihrer dort doch leicht anders gearteten Rollenvorgabe, zu Beginn von „Suspicion“ (OT) tut].
„Run to You“...der „Flüchtige“ betritt das Abteil, die „woman“ blickt überrascht auf, und der „unknown passenger“... „Darling, endlich hab‘ ich dich gefunden“ [RICHARD HANNAY zu der WOMAN IN THE RAILWAY COMPARTMENT] ...stürzt auf sie zu, setzt sich zu ihr und... „Please Forgive Me“ ...küsst sie unvermittelt [Anmerkung: Es gibt zahlreiche „gut gelungene Filmküsse“ im Werk von Alfred Hitchcock, und jener zwischen Robert Donat & Madeleine Carroll im Zug-Abteil, der zwar aus der Sicht von Carroll, die noch schnell ihre Brille davor abnimmt, „unfreiwillig“ ist, aber letztendlich die spätere „relationship“ zwischen den beiden begründet, gehört sicherlich mit zu den „besten fünf“; hier sind die restlichen „Top 4“, aus meiner ganz persönlichen Sichtweise heraus, in dieser „Best Kisses during a Hitchcock-Movie“-Kategorie: „Shot through the heart / And you’re to blame / You give love a bad name“ (Copyright: Bon Jovi) – auf Platz 4 wäre da der „melodramatische Kuss“ in dem Hotelzimmer im „Empire Hotel in der Post Street“ zwischen James Stewart & Kim Novak in Vertigo – Aus dem Reich der Toten (1958), wobei eine sich gleichsam „drehende Kamera“ zu dem Effekt führt, dass sich das Publikum bei der „Interaktion“ zwischen den beiden „actors“ förmlich „mitdreht“, während sich im Hintergrund quasi zentrale Handlungsorte der Vergangenheit & der Gegenwart sowie die beiden Frauen „Judy & Madeleine“, die Kim Novak im Laufe der Story verkörpert, „vermischen“; allerdings hat dieser Kuss, dem düsteren Werk, das „Vertigo“ (OT) nun einmal ist, angemessen, etwas Verzweifeltes an sich; „She used to look good to me, but now I find her / Simple irresistible“ (Copyright: Robert Palmer) – Platz 3 gehört dem wortlosen Kuss, den „Frances Stevens“ Grace Kelly „John Robie“ Cary Grant in Über den Dächern von Nizza (1955) vor ihrer Hotelzimmertür im „Carlton Hotel“ in Cannes gibt, bevor sie sich in ihr Zimmer zurückzieht und Grant mit einem „zweideutigen, aber irgendwie zufriedenen Blick“ zurücklässt; „There ain’t no woman / Like a woman in love“ (Copyright: Bon Jovi) – „on the 2nd place“ sehe ich den berühmten „in Slow-Motion und mit leicht zitternder Kamera gefilmten Kuss“ zwischen „Lisa Fremont“ Grace Kelly & dem wegen eines Gipsbeines im Rollstuhl sitzenden „L. B. Jefferies“ James Stewart in Das Fenster zum Hof (1954), wobei die Nahaufnahme von Grace Kelly, die diesem „SloMo-Kiss“ vorausgeht und die den Moment dokumentiert, als sie in Jimmy Stewart’s Wohnung auftaucht, mit Sicherheit zu den schönsten Filmaufnahmen zählt, die je von einer Schauspielerin gemacht wurden; „Oh, when you kiss me (when you kiss me) / I know you miss me (I know you miss me)“ (Copyright: Shania Twain) – ganz oben auf dem Podest steht allerdings, wie ich schon mal in meinem Buch „Six Movies To Be Murdered By – Das Kino des Alfred Hitchcock“ (2022) kurz ausgeführt habe, der Kuss in einem Auto zwischen „Johnny“ Cary Grant & „Lina“ Joan Fontaine in Verdacht, dem, in der Originalfassung, eine „Have you ever been kissed in a car?“-Frage von Grant vorausgeht, der, nach einer diesbezüglichen Verneinung von Fontaine, eine „Would you like to be?“-Frage von Grant sowie eine „Yes“-Antwort von Fontaine folgen].
Die diversen Polizisten werden schließlich „Augenzeugen“ des... „Can’t Stop This Thing We Started“ ...„Liebespaares“ im Abteil und wollen die beiden „nicht stören und später wiederkommen“.
„I’m terribly sorry“...Hannay lässt von der Unbekannten, die „zu überrascht ist, um wirklich empört zu sein, jedoch eine sichtbar hohe Atemfrequenz hat“, ab, entschuldigt sich bei ihr, gibt ihr eine „Kurzfassung“ seines Problems und beteuert daraufhin seine Unschuld [RICHARD HANNAY: „Sie waren meine letzte Rettung. Ich musste es tun. Ich heiße Hannay, sie sind hinter mir her, aber ich schwöre Ihnen, ich bin unschuldig. Sie dürfen mich nicht fassen, damit ich’s beweisen kann“].
Dann...öffnet sich die Tür zum Abteil und ein Polizist in Zivil tritt ein und fragt... „Have you seen a man?“ ...ob ein Mann auf dem Gang vorbeigegangen sei.
Die „woman“ überlegt nicht sonderlich lange und... „Das ist der Mann, den Sie suchen“ [WOMAN IN THE RAILWAY COMPARTMENT] ...verrät Hannay an die Polizei und meint außerdem, dass er ihr auch erklärt habe, dass „sein Name Hannay“ sei.
Als der Polizist von dem Fahrgast eine Bestätigung haben möchte, dass er... „Is your name...?“ ...der gesuchte Richard Hannay ist, verneint dieser.
Plötzlich jedoch...taucht der „Attendant“ auf und... „Are you coming to tea, sir?“ ...fragt, ob er denn nun „zum Tee komme“, woraufhin „der Fahrgast“ meint, dass er „schon auf dem Weg sei“, und plötzlich die Tür hinter sich „ins Freie“ aufstößt.
„Outside the train“, der gerade über eine Brücke fährt, klettert Hannay dann gleichsam „bis zum übernächsten Abteil“, öffnet die Außentür und gelangt auf diese Weise wieder zurück in den Zug, wo er beginnt, durch die Gänge zu laufen.
Die Verfolgungsjagd zwischen Hannay und der Polizei führt in weiterer Folge „through the restaurant car“, wo es einem geschickten „waiter“ gelingt, sein Teeservice vor diversen durch den besagten Speisewagen laufenden Personen zu retten, und an ein paar „fierce dogs“ vorbei, die in einem Laderaum des Zuges angebunden sind und einen Fluchtweg aufs Erste unpassierbar zu machen scheinen, doch während vorerst unklar scheint, was Hannay in Anbetracht der „Three Dogs“ gemacht hat, gelingt es der Polizei, sich an den bellenden Hunden, die dann allerdings nicht zubeißen, vorbeizubewegen.
Der Zug ist mittlerweile auf einer Brücke zum Stillstand gekommen und der „Ticket Collector“ beschwert sich bei den Polizisten über „das Anhalten des Zuges per Notbremse auf einer Brücke“ [TICKET COLLECTOR: „[...] Es ist aber verboten, auf der Brücke den Zug anzuhalten!“], was... „He’s a murderer, we’ve got to take him!“ ...eine Erklärung von Seiten der Polizei nach sich zieht.
Währenddessen wird klar, dass Richard Hannay sich hinter einem der breiten Eisenpfeiler der Brücke versteckt, unter der sich überdies ein Fluss befindet, was umgehend zu Spekulationen bei den „policemen“ führt, dass Hannay „gesprungen sein könnte“.
„Anyway, we cannot wait here any longer!“...der „Ticket Collector“ besteht darauf, die Fahrt fortzusetzen, was dazu führt, dass sich, letztendlich, auch die Polizisten zurück in den Zug begeben und weiterfahren [Anmerkung: Agenten: Teil 11: Ein weiteres Highlight aus dem Agenten-Genre: „Quick-Quick-Slow Death“: „Steed Has Two Left Feet, Emma Dances with Danger“: „JOHN STEED“ PATRICK MACNEE (der gerade auf einem Grundstück mit einem Gewehr statt auf Tontauben auf leere Bierdosen schießt, die er zuvor mit einer dementsprechenden Vorrichtung für „clay pigeons“ in die Luft katapultiert) zu „EMMA PEEL“ DIANA RIGG: „[...] Ich möchte, dass Sie einen gewissen Willi Fehr kennenlernen. Einen früheren Spitzenagenten. Heute ist er beim Transitverkehr“ / EMMA PEEL: „Beim Transitverkehr?“ / JOHN STEED: „Ja, für ankommende Spione. Er kümmert sich um ihre Unterkunft, versorgt sie mit Geld“ / EMMA PEEL: „Wo soll ich den Mann sehen?“ / JOHN STEED: „Er hatte gestern einen Unfall. Er verlor die Gewalt über seinen Kinderwagen. (schießt auf eine gefüllte Bierdose, die Mrs. Peel für ihn, versehentlich, mit dem Tontauben-Gerät in die Luft befördert hat) ...Oh, die hatte ich mir zum Mittagessen mitgebracht“ / EMMA PEEL: „Er verlor die Gewalt über den Kinderwagen?“ / JOHN STEED: „Ich schieße nicht gern Bier in eine Umlaufbahn. ...In dem Kinderwagen befand sich ein Toter im Abendanzug“ (aus den Anfangsszenen von „Gefährliche Tanzstunde“ aus dem Jahr 1966) – wie ich vor rund neun Jahren in einem meiner ersten „TV-Serien-bezogenen“ Texte einmal geschrieben habe, stellt das „Suspense“-reiche „Quick-Quick-Slow Death“ (OT) meine Lieblingsfolge innerhalb der schwarzweißen Staffel 4 von Mit Schirm, Charme und Melone dar, denn diese „Shall we dance?“-Episode der „Avengers“ ist irgendwie „sophisticated“ und verfügt über zahlreiche „exzentrische“ Charaktere, wobei auch die „participation“ von Eunice Gayson, dem allerersten Bond-Girl, zu welchem Sean Connery in Dr. No (1962) die „Bond. James Bond“-Worte „for the first time in film history“ sagte und die in Liebesgrüße aus Moskau (1963) dann kurz als „alter Fall“ von Connery wieder auftauchte, natürlich auch etwas Besonderes ist; „Carry on dancing“ (Resümee von Diana Rigg, als sie zusammen mit Macnee ein Zimmer verlässt, in dem sich beide gerade mit dem von John Woodnutt gespielten Militär „Captain Noble“ unterhalten haben, angesichts der Tatsache, dass der „Dance-School-Case“ noch nicht zu Ende ist) – zu den Ausgangspunkten der Story: In den Straßen von London kommt es zu einem bemerkenswerten Zwischenfall, denn der „former super-agent“ Willi Fehr (Michael Peake) schiebt einen Kinderwagen durch die Gegend, aus dem, als er mit diesem in einen Verkehrsunfall verwickelt wird, die Leiche eines erwachsenen Mannes purzelt; John Steed & Emma Peel geben sich daraufhin alle Mühe, den Toten zu identifizieren, wobei die Spur von „Arthur Peever“, so wie der Mann geheißen haben soll, über mehrere Stationen letztendlich in eine Tanzschule („Terpsichorean Techniques“) führt, in der Mrs. Peel als Lehrerin eingestellt wird („LUCILLE BANKS“ EUNICE GAYSON, die Leiterin der Tanzschule, zu EMMA PEEL, als diese sich als „dance teacher“ bewirbt: „Ich finde, Sie sind ziemlich groß. Ob das so vorteilhalft ist? [...]“) und Steed als Tanzschüler auftaucht, der „Anschluss“ sucht (Dialog zw. Gayson & Macnee, während Macnee sozusagen „von der Chefin persönlich“ beim Tanzen betreut wird: LUCILLE BANKS: „Ich bin überrascht, dass Sie nicht verheiratet sind, Mr. Steed. Sie sind doch wohl noch Junggeselle?“ / JOHN STEED: „Ich hatte früher eine liebe Freundin, aber leider lebt sie nicht mehr. [...] Von einem Krokodil gefressen, bei einer Fahrt auf dem Amazonas“)...; bereits der Weg, den Rigg & Macnee, angesichts der Tatsache, dass „Willi Fehr“ kein Wort nach dem Vorfall mehr von sich gibt und schließlich in Notwehr von „Captain Noble“ erschossen wird, vor dem Tanzschul-Aufenthalt gehen müssen, um der Identität des Toten nachzuspüren, ist gepflastert von wunderbar erdachten Charakteren (Drehbuch: Robert Banks Stewart); so stattet Rigg, da der Tote aus dem Kinderwagen eine Tätowierung mit dem Namen „Lucille“ auf dem Arm trug, einem sehr „enthusiastischen“ Tätowierer namens „Fintry“ (Alan Gerrard) einen Besuch ab, bei dem „Mrs. Peel“ aber umgehend diverse „fantasies“ auslöst, welche Tätowierung zu ihr passen würde (FINTRY, während er dabei ist, den Bauch einer sogenannten Bauchtänzerin zu tätowieren: „Sehen Sie den Eros dort, ja? Er ist einer meiner beliebtesten Muster, Madam. Er kommt sofort nach `Ich liebe den oder die sowieso` und `Was ist ein Heim ohne Mutter’s liebende Hand`. [...] Welches Muster würde Ihnen denn gefallen?“ / EMMA PEEL: „Vielleicht...“ / FINTRY: „Aha, ein tätowiertes Strumpfband ums linke Bein, ja, das mach‘ ich furchtbar gern“ / EMMA PEEL: „Nein, daran hatte ich...“ / FINTRY: „Doch, doch. Rosenknospen. Winzige, hübsche Knospen als Abschluss“); originell ist dann im weiteren Verlauf der Geschichte auch die Tatsache, dass „Fintry“, nachdem er Opfer eines Mordanschlages wurde, mit letzter Kraft noch folgende Worte auf eine riesige Knoblauchwurst tätowiert, die ihn zuvor noch als „Übungsunterlage“ gedient hatte: „KILLER HAS ROSE TATTOO ON RIGHT WRIST“; die besagte Knoblauchwurst wird von „Steed“ schließlich im Tattoo-Studio neben der Leiche gefunden und zu „Mrs. Peel“ in die Tanzschule gebracht (Ausschnitt aus dem zugehörigen Dialog: EMMA PEEL: „Darf man fragen, was Sie hier suchen?“ / JOHN STEED: „Einen Mörder mit einer tätowierten Rose“ / EMMA PEEL: „Was?“ / JOHN STEED: „Hier, lesen Sie’s und dann vernichten Sie’s“ [übergibt ihr die Knoblauchwurst] / EMMA PEEL: „Vernichten?“ / JOHN STEED: „Oder essen“); ein weiterer denkwürdiger Diana-Rigg-Aufenthalt in Sachen „Arthur Peever“ bei einem „enthusiastischen Dienstleister“ ist jener bei dem „shoe craftsman“ Piedi (David Kernan), der sich als wahrer „Fußfetischist“ entpuppt und angesichts von Rigg’s „naked feet“ in eine für die „Adressatin“ unverständliche „Verzückung“ sowie ins Schwitzen gerät (aus den Dialogen: PIEDI, der sozusagen gerade „Mrs. Peel’s Füße“ zwecks baldiger „Abmessung“ betrachtet: „Oh, so zart, so schmal, so außerordentlich elegant. Oh, Señora. Ihre Füße sind wie ein Gedicht. Beflügelte Wesen (fängt zum Singen an) `Santa Lucia`“ / EMMA PEEL: „Kann man sie auch verwenden, um damit zu laufen?“[im Original: „They are also very useful for walking on“] / PIEDI: [...] Ich werde mich ihnen widmen. Ich werde ein paar Schuhe für sie komponieren. Ich werde sie mit weichstem Leder umhüllen. [...] Señora, ich werfe mich zu Ihren Füßen“); wahre Höhepunkte bieten dann auch die Sequenzen in der Tanzschule (EMMA PEEL zusammen mit ihrer Kollegin „NICKI“ CAROLE GRAY, während die beiden sich mit zwei Tanzschülern abmühen: „Forward, back, step, step, step, back, forward, step, step, step, forward, back, step, step, step“), wobei der abschließende Tanz mit Masken im Rahmen einer „Gala-Nacht“ („Gala Night“-Dialog zw. Rigg & Macnee, der noch einmal zusammenfasst, was in der „Terpsichorean Techniques Inc.“ eigentlich vorgeht: EMMA PEEL: „Es ist viel größer aufgezogen, als wir denken. Ein gut vorbereitetes Tauschsystem mit Rollenübernahme. Ein Mensch spielt die Rolle eines anderen. Ich hab‘ die Generalprobe gesehen. [...]“ / JOHN STEED: „Nach einer ziemlich ungewöhnlichen Konversation mit dem heiseren* Captain fand ich den eigentlichen Zweck dieser Schule heraus. Von hier aus schleust man ausländische Agenten in unser Land. Man wählt zuerst einen einsamen, anonymen Junggesellen...“ / EMMA PEEL: „...Den niemand vermissen wird“ / JOHN STEED: „...Schafft ihn beiseite und ersetzt ihn durch einen Agenten. [...] Herrliche Methode. Vorläufig unternehm‘ ich aber noch nichts, ich möchte sie gern auf frischer Tat erwischen“ / EMMA PEEL: „Die Gelegenheit ist da. Sie planen heute Abend wieder einen Tausch“; *„Captain Noble“ kann nach einem Strangulierungsversuch durch „Willi Fehr“, der zum Tod des Agenten durch „Noble’s Pistole“ geführt hat, fast die gesamte Episode über nicht deutlich sprechen), welcher dem merkwürdigen Treiben in der Tanzschule ein Ende bereitet, ein genauso amüsantes wie temporeiches inszenatorisches Meisterstück (Regie: James Hill) geworden ist; auffällig an „Gefährliche Tanzstunde“ sind die nicht gerade wenigen und ziemlich explizit dargestellten Morde, bei denen u. a. Stichwaffen & Faustfeuerwaffen mit Schalldämpfer zum Einsatz kommen; originell ist auch jene Szene, in der Macnee die Firma „Purbright & Co“ besuchen will, wo er sich einen Hinweis auf die Tätigkeiten von „Arthur Peever“ erhofft, doch hinter der Firmentür in einem hohen Gebäude verbergen sich dann „keinerlei Räumlichkeiten“, er öffnet eine Tür, die lediglich wieder ins Freie führt, und Macnee stürzt beinahe in den Abgrund].
Der „Mörder vom Portland Place“, wie Hannay nun in den Zeitungen genannt wird [was Hitchcock dem Publikum sozusagen via „`Newspaper`-Pressestimmen aus dem Off“ mitteilt, die zu hören sind, als die besagte Eisenbahnbrücke in einer Totalen eingefangen wird (Anm.)], gilt schließlich als „verschwunden“ und eine der Theorien lautet eben, dass der „murderer of Annabella Smith“ „in den Tod gesprungen“ sein könnte [Anmerkung: Agenten: Teil 12: „`Cruise, übernehmen Sie!` bzw. `Mission: Impossible` oder: Warum Alfred Hitchcock wahrscheinlich an einigen Szenen seine Freude gehabt hätte“: „ETHAN HUNT“ TOM CRUISE: „Ganz ruhig, Luther, es ist viel schlimmer, als Sie denken. Das Terminal steht in einem separaten Tresorraum, die einzige Person, die den Raum betreten darf, muss durch eine ganze Reihe von Sicherheitsüberprüfungen. [...] Zuerst kommt eine Sprachmuster-Identifizierung, dann ein mehrstelliger Zugangscode. Dadurch kommt er aber nur in den Vorraum. Als Nächstes muss er durch einen Netzhautscan. Zum Schluss werden sämtliche Alarmanlagen nur durch eine Master-ID-Card deaktiviert. ...Die wir nicht haben werden. Innerhalb des Tresorraums sind drei Alarmsysteme immer dann aktiv, wenn der Techniker nicht im Raum ist. Das erste ist ein Geräuschmelder, alles, was lauter ist als ein Flüstern, löst Alarm aus. Das zweite System registriert jeden Temperaturanstieg, sogar die Körperwärme einer Person, die unerlaubt in den Raum eindringt, löst Alarm aus, sobald die Temperatur nur um einen Grad steigt. Die Temperaturkontrolle erfolgt über die Klimaanlage, der Einriss des Belüftungsschachtes ist in 10 Metern über dem Fußboden, die Öffnung ist gesichert durch ein Lasernetz. Das dritte System ist im Fußboden. Es reagiert auf Druck. Selbst bei minimaler Belastung wird der Alarm ausgelöst. Falls eins dieser Systeme aktiviert wird, wird der Raum automatisch verschlossen. Also, Gentlemen, Sie können mir glauben, wenn ich Ihnen sage, alle drei Systeme sind auf dem höchsten Stand der Technik“ / „LUTHER STICKELL“ VING RHAMES: „Und Sie denken wirklich, dass wir das schaffen werden?“ / ETHAN HUNT: „Wir werden es schaffen“ (aus dem ersten Teil von Mission: Impossible; Tom Cruise schildert seinen Mitstreitern Emmanuelle Béart, Ving Rhames & Jean Reno in einem Zugabteil die diversen Sicherheitssysteme, die zwischen ihnen und der CIA-NOC-Liste mit sensiblen Agentendaten stehen, die sie aus dem CIA-Hauptquartier in Langley stehlen wollen; über weite Strecken des Cruise’schen Monologs wird das Gesagte visuell „verdeutlicht“, indem man den „CIA-Analyst William Dunlow“ Rolf Saxon sozusagen „auf dem Weg zum Zentralcomputer und beim Passieren der diversen Sicherheitssysteme“ sieht) – als es Mitte der 1990er-Jahre für Superstar Tom Cruise darum ging, ein Projekt für sein Debüt als Produzent zu wählen, entschied er sich dafür, gleichsam „einen Fernsehstoff aus seiner Kindheit“ fürs Kino zu adaptieren; die Wahl des Regisseurs für, wie Cruise das so ähnlich seinerzeit verkündet hat, „ein gutes Popcorn-Movie mit cleveren, schnellen Dialogen, viel Action und rasantem Tempo“ fiel auf den zuweilen als „Hitchcock-Epigone“ bezeichneten Brian De Palma (z. B.: 1983: Scarface / 1987: Die Untouchables – Die Unbestechlichen), dessen Karriere sich nach der Tom-Wolfe-Adaption Fegefeuer der Eitelkeiten (1990) eher im Sinkflug befand, wobei De Palma‘s Gangsterfilm Carlito’s Way mit Al Pacino & Sean Penn aus dem Jahr 1993 durchaus seine Qualitäten besaß; „Mission: Impossible“ (OT), der schließlich 1996 in die Kinos kam, sollte „ungewöhnlich für sein Genre“ werden und De Palma erschien Cruise, obwohl dieser etwas Ähnliches noch nie gemacht hatte, als „der richtige Mann“ für sein Agenten-Epos („[...] Er verfügt über erstaunliches Talent, einen großartigen visuellen Stil und echten Sinn für Suspense“ – Cruise über De Palma); obwohl es insgesamt sieben „Mitwirkende am Drehbuch“ gab, darunter Steven Zaillian (1993: Schindlers Liste) & David Koepp (1993: Jurassic Park), lag es letztendlich an Robert Towne (1974: Roman Polanski’s Chinatown), das Projekt „schriftstellerisch zu Ende zu bringen“, allerdings leidet der Plot an einer gewissen „Heterogenität“ oder auch „Bruchstückhaftigkeit“; rein inhaltlich betrachtet ist der Film in gewisser Weise ein „Paradoxon“, denn während im Zentrum der TV-Serie Kobra, übernehmen Sie (1966 – 1973) ein Agenten-Team stand, gerät Mission: Impossible mit Cruise nach einer halben Stunde de facto zur One-Man-Show und sein „Ethan Hunt“ wird zum „unschuldig Gejagten“, zum „Vogelfreien“, ganz im Sinne Hitchcock’scher Prägung; „Viel Glück, Jim!“ (abschließende und auf Band gesprochene Wünsche, die die Auftragserteilung an „Jim Phelps“ Jon Voight zu Beginn in einem Flugzeug abschließen) – die Grundzüge der Story: Die IMF, die „Impossible Mission Force“, übernimmt, angeführt von Jim Phelps (der die einzige Figur darstellt, die aus der Serie übernommen wurde!), einen Auftrag in Prag; dort wird von Ethan Hunt, Claire (Emmanuelle Béart), der Frau von Phelps, sowie von den Agentinnen Sarah Davies (Kristin Scott-Thomas) & Hannah (Ingeborga Dapkunaite) und dem Elektronikexperten Jack (Emilio Estevez) in der US-Botschaft ein Verräter namens Alexander Golitsyn (Marcel Iures) gejagt, der bereits einen Teil einer CIA-NOC-Liste (diese enthält die „Code Names & Real Names“ von Agenten) gestohlen hat und sich in der besagten Botschaft daran macht, nun den zweiten Teil der Liste zu stehlen; der Auftrag läuft schief, die Mitglieder des IMF-Teams geraten in eine Falle und werden ermordet (ETHAN HUNT, nach diesem an Hitchcock’s Psycho erinnernden irritierenden Moment der Ermordung vermeintlicher Hauptfiguren, in einer Prager Telefonzelle ins Telefon zu seinem Vorgesetzten „KITTRIDGE“ HENRY CZERNY: „Hier ist Ethan Hunt. Sie sind tot. [...] Mein Team, mein Team ist tot! [...] Golitsyn ist tot! Die wussten, dass wir kommen, Mann, die wussten, dass wir kommen, und die Disk ist weg!“); nur Ethan Hunt kann, so scheint es jedenfalls, als einziger entkommen, und wird daraufhin in einem Prager Restaurant von Kittridge, seinem Vorgesetzen, darüber in Kenntnis gesetzt, dass die ganze Operation „eine Maulwurfsjagd“ war, die echte Liste noch immer in Langley sei und er nun als Hauptverdächtiger gelte, dieser „Maulwurf“ zu sein (aus dem Cruise-Czerny-Dialog im Restaurant, der der Flucht von Cruise mit der Hilfe eines explodierenden Kaugummis aus demselben vorausgeht: KITTRIDGE: „Ich verstehe, dass Sie sehr wütend sind“ / ETHAN HUNT: „Kittridge, Sie haben mich noch nie wütend gesehen“ / KITTRIDGE: „Na schön, Hunt, genug ist genug. Sie haben bestochen, falschgespielt und gemordet und dazu noch Insiderinformationen missbraucht. Sie wollen dem Teufel die Hand schütteln, meinetwegen, aber ich sorge dafür, dass Sie das in der Hölle tun!“); nachdem Hunt zum Gejagten geworden ist, taucht plötzlich auch Claire Phelps wieder auf, die den Anschlag auf das IMF-Team offenbar überlebt hat, und sie & Hunt planen, für die Waffenhändlerin „Max“ (Vanessa Redgrave), die die Auftraggeberin des „Maulwurfs“ zu sein scheint, die besagte Liste aus dem CIA-Hauptquartier in Langley zu entwenden...; „Krieger, ab sofort gilt: Absolute Stille“ (Cruise zu seinem Mitstreiter „Krieger“ Jean Reno, kurz bevor er sich kopfüber hinunter zum CIA-Zentralcomputer seilt) – nun, mal abgesehen davon, dass die NOC-Liste so etwas wie einen „prototypischen MacGuffin im Sinne Hitchcocks“ darstellt, ist der zentrale ausgedehnte Suspense-Moment von Mission: Impossible natürlich der besagte weitgehend Dialog-frei ablaufende „Einbruch in den Raum mit dem Zentralcomputer zwecks Herunterladen der Liste“, denn hängt Cruise erst mal am Seil, kommt plötzlich ein Niesen Renos „dazwischen“, der dann auch noch im Lüftungsschacht mit einer Maus oder Ratte konfrontiert wird, während Cruise, da Reno zwischenzeitlich das Seil aus der Führung gerutscht ist, in weiterer Folge nur mehr knapp über dem Boden hängt oder durch einen Schweißtropfen, der ihm über die Brille läuft und auf den Boden fallen könnte, dann aber auf seinem Handschuh landet, ebenfalls kurz vor der Enttarnung steht; dieser spektakuläre Einbruch läuft, sozusagen gemäß der oben zitierten Vorgabe von „Ethan Hunt“ an „Krieger“, auch gänzlich ohne Musik ab; „In anderen Filmen springen die Typen von einem Dach zum anderen. Wir aber wollten eine Geschwindigkeit, bei der man sich nur noch festkrallen konnte. Dafür brauchten wir die größte Windmaschine Europas. Es war besonders für mich gefährlich, da ich keine Schutzbrille tragen durfte. Die ganze Halle in den Pinewood-Studios musste vorher gesäubert werden, ansonsten wäre leicht etwas ins Auge gegangen“ (Copyright: Tom Cruise) – der Hollywood-Star scheute kein Risiko und machte fast alle Stunts selbst, wobei neben dem Sprung durch die explodierende Glasfront des Restaurants, welcher zweifellos einen „Ein Mann springt aus einem explodierenden Aquarium“-Effekt erzeugt, natürlich die abschließende „train scene“ ein Action-Highlight darstellt, bei der der TGV mit Tempo 240 durch den Kanaltunnel rast und sich Cruise mit den Bösewichtern herumschlägt sowie mit einem von ihm selbst zuvor an den Zug „gefesselten“ Helikopter „kämpft“; diese Verfolgungsjagd auf dem rasenden Zug war eine Idee De Palmas und nahm letztendlich sechs Wochen an Drehzeit in Anspruch, wobei die gesamte Sequenz irgendwie „leicht drüber“ ist und nicht ausschließlich gelungen scheint – allerdings ist der Moment, in dem, als Cruise schließlich auch noch auf einer Helikopter-Kufe hängt, das einst von Lalo Schifrin komponierte „Theme from Mission Impossible“ erklingt, welches von Larry Mullen & Adam Clayton von U2 für den Film „modernisiert“ wurde, dann doch ein „magic moment“; erwähnenswert ist auch, dass Cruise & Emmanuelle Béart, da eine gewisse „Nähe“ zwischen den beiden ja irgendwie angedeutet wird (eine Liebesszene wurde angeblich seinerzeit herausgeschnitten), kein gutes Leinwand-Paar sind und in jeder Szene, in der Cruise mit der „Waffenhändlerin“ Vanessa Redgrave verhandelt (aus einem Redgrave-Cruise-Dialog in einer Limousine: MAX: „Entschuldigen Sie, dass ich an Ihnen gezweifelt habe, mein Lieber. Sie sind ein fairer Kerl“ / ETHAN HUNT: „Danke, Max. Oder heißen Sie Maxine?“ / MAX: „Es ist nicht nötig, Ihnen zu erklären, wie beruhigend Anonymität in meinem Beruf ist. Das ist wie eine wärmende Decke“), steckt im Grunde mehr „tension“ als zwischen „Ethan Hunt & Claire Phelps“ je vorhanden ist; Mission: Impossible von ´96 bleibt „ohne den Schatten eines Zweifels“ ein Meisterwerk des Unterhaltungskinos und ist, nach Mission: Impossible – Fallout (2018; Regie: Christopher McQuarrie), den ich für einen der „greatest action-films of all-time“ halte, der wohl beste Film der Serie, obwohl ich persönlich auch für John Woo’s „durchchoreographiertes“ Mission: Impossible II (2000) etwas übrig habe; „By the Way“: Bei den Dreharbeiten in Prag im Frühjahr 1995 sollen Sicherheitsvorkehrungen geherrscht haben, die jenen beim Besuch von US-Präsident Clinton ein Jahr davor geähnelt haben, und, diese Story ist bei mir aus einer Filmzeitschrift von damals, es kann im Grunde nur „Cinema“ gewesen sein, jedenfalls genau in der Form hängegeblieben, ein „armer tschechischer Schauspieler“ soll am Set einmal, als Cruise dort eintraf, neidvoll gemeint haben: „Look, here comes Tom’s limousine“].
Ortswechsel. Eine Landschaft, „somewhere in Scotland“. Und innerhalb dieser Landschaft...taucht Richard Hannay wieder auf.
(ENDE der TEILE 1.1 - 1.3.7; Fassungen vom 04.03.2025, 06.03.2025, 08.03.2025, 10.03.2025, 12.03.2025, 15.03.2025, 17.03.2025, 19.03.2025, 22.03.2025, 24.03.2025, 26.03.2025, 29.03.2025 & 31.03.2025)